
Die UAFP verzeichnet ein erfolgreiches 2025
Die Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER (UAFP) blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Erneut konnten mehr Patientinnen und Patienten behandelt werden. Darüber hinaus wurde ein Gewinn von CHF 2.9 Mio. und eine EBITDAR-Marge von 8.9% erwirtschaftet. Die Leistungs- und Geschäftszahlen 2025 sind erfreulich: Die UAFP behandelte im Jahr 2025 rund 6´000 stationäre Patientinnen und Patienten und übertraf damit das Vorjahr erneut. Damit erzielte das Spital einen Gewinn von CHF 2.9 Mio., was einer EBITDAR-Marge von 8.9% entspricht. Fast 90% der Erträge des Spitals wurden durch die stationären Leistungen in der Akutsomatik, in der Rehabilitation und in der Alterspsychiatrie erwirtschaftet. Dies war nur dank dem grossen Engagement und der Professionalität unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich, bei denen wir uns auch an dieser Stelle herzlich bedanken.Vorgegebene Zielgrösse übertroffenDie EBITDAR-Marge von 8.9% liegt deutlich höher als im Vorjahr (2024: 6.5%) und auch über dem in der Eignerstrategie des Kantons Basel-Stadt vorgegebene Zielgrösse. «Nach vielen Jahren mit sehr hohem wirtschaftlichem Druck seit dem Bezug des Neubaus ist dieses positive Ergebnis für uns ein wichtiger Meilenstein. Die breit und konsequent umgesetzten Optimierungs- und Sanierungsmassnahmen haben nun Früchte getragen. Dieser Erfolg gehört in erster Linie unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit ihrem Einsatz, ihrer Professionalität und ihrer Identifikation das möglich gemacht haben», sagt Verwaltungsratspräsident Dr. Thomas Giudici. Auch die Leistungsentwicklung war erfreulich. Im Jahr 2025 stiegen die stationären Austritte um 2.3% und erhöhten sich somit von 5’856 auf 5’989 Austritte. In der Akutsomatik waren +2.5%, in der Rehabilitation +2.1% und in der Alterspsychiatrie +0.6% mehr Austritte zu verzeichnen. Die ökonomischen Herausforderungen bestehen jedoch weiterhin. Die wichtigsten Kosten, insbesondere im Bereich Personal und Informatik, steigen kontinuierlich, während die Finanzierung über die stationären Spitaltarife nach wie vor unzureichend ist.Führungswechsel und Neustrukturierung des ärztlichen BereichsDr. rer. pol Nadine Engler hat seit März 2025 die Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER interimistisch und seit September 2025 als neue CEO geführt. Zudem wurde mit der Emeritierung von Prof. Dr. med. Reto W. Kressig als Chief Medical Officer im Sommer 2025 der ärztliche Bereich neu aufgestellt. Drei neue Departementsleitungen sind als Geschäftsleitungsmitglieder direkt für die unternehmerische Gesamtentwicklung mitverantwortlich. Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari leitet das Department Akute Altersmedizin, Prof. Dr. Dr. med. Marc Aurel Busche das Departement Demenzielle Erkrankungen und Prof. Dr. med. Stefan Engelter das Departement Rehabilitation und Neurologie. Zudem wurde die Geschäftsleitung mit Michael Müller, Chief Digital Officer, erweitert, um den strategischen Schwerpunkt Digitalisierung auch in der Geschäftsleitung zu verankern.Weiterentwicklung der Patientenpfade und Investition in die AusbildungDie UAFP konnte auch im 2025 ihre wichtige Position in der stationären Versorgung älterer Menschen weiter ausbauen. Zum Beispiel durch die Erweiterung der neuen Station MIBS (Multidisziplinäre Intensiv Betreuungsstation), in der sehr komplexe Patientinnen und Patienten mit somatischen und kognitiven Beeinträchtigungen optimal versorgt werden können. «Wir werden laufend für unsere Patientinnen und Patienten massgeschneiderte und spezialisierte Angebote weiterentwickeln», erklärt CEO Dr. Nadine Engler. Dafür steht auch das Versorgungsprojekt «AdvantAGE», ein vom Kanton Basel-Stadt mitfinanziertes Modellprojekt, das Patientinnen und Patienten nach dem Spitalaustritt während bis zu 90 Tagen zu Hause umfassend medizinisch und pflegerisch begleitet.Zudem engagiert sich die UAFP für die Aus- und Weiterbildung in ganz unterschiedlichen Berufen. Als regionaler Ausbildungsbetrieb begleitete sie im 2025 insgesamt 108 Auszubildende und baute dazu interaktive Lernformen aus und entwickelte die Lernwerkstatt weiter.Der digitale Jahresbericht 2025 ist unter diesem Link abrufbar und kann als PDF ausgedruckt oder abgespeichert werden.
AdvantAGE-Angebot stärkt den Übergang vom Spital nach Hause – Versorgungslücke gezielt geschlossen
Der Grosse Rat des Kantons Basel-Stadt hat kürzlich auf Antrag des Regierungsrates die Fortführung des Modellprojekts AdvantAGE der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER (UAFP) für die Jahre 2026 bis 2028 mit insgesamt 1’668’867 Franken (556’289 Franken jährlich) definitiv beschlossen. Mit diesem innovativen Projekt wird eine wichtige Versorgungslücke für ältere Menschen nach einem Spitalaufenthalt geschlossen.Die Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER und der Kanton Basel-Stadt stärken mit dem Projekt AdvantAGE gezielt die Versorgung älterer Menschen in einer besonders sensiblen Phase: dem Übergang vom Spitalaustritt zurück ins häusliche Umfeld. Das Versorgungsmodell reagiert auf die demografische Entwicklung und auf das Bedürfnis vieler älterer Menschen, möglichst lange selbstständig im vertrauten Zuhause leben zu können. Gerade die Zeit nach einem Spitalaufenthalt ist für ältere Menschen mit erhöhten Risiken verbunden. Behandlungen müssen sicher weitergeführt, gesundheitliche Veränderungen früh erkannt und verschiedene Beteiligte koordiniert werden. Genau hier setzt AdvantAGE an: Das Projekt schliesst die Versorgungslücke zwischen stationärer Behandlung und ambulanter Weiterbetreuung. Fachlich enge Begleitung durch spezialisierte Pflegeexpertinnen und -expertenZiel von AdvantAGE ist es, Patientinnen und Patienten in dieser anspruchsvollen Übergangszeit fachlich eng zu begleiten. Speziell ausgebildete Advanced Practice Nurses (APN) mit erweiterter klinischer Verantwortung und geriatrischem Fachwissen beurteilen den Gesundheitszustand ganzheitlich, erkennen Risiken frühzeitig und sorgen dafür, dass medizinische Behandlungen sicher weitergeführt und im Alltag gut koordiniert umgesetzt werden.«Ältere Menschen stehen nach einem Spitalaufenthalt vor grossen Herausforderungen. Mit AdvantAGE können wir gezielt durch medizinisch-pflegerische Betreuung unterstützen und so Wiedereintritte ins Spital vermeiden», erklärt Dr. Oliver Mauthner, Chief Nursing Officer der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER. «Das trägt dazu bei, dass Betroffene stabil bleiben, selbstständig zu Hause leben können und ihre Lebensqualität erhalten bleibt.» Koordinierte Versorgung im häuslichen UmfeldDie medizinisch-pflegerische Begleitung erfolgt während bis zu 90 Tagen nach dem Spitalaustritt. Die APNs besuchen die Patientinnen und Patienten zu Hause und arbeiten eng mit Hausärztinnen und Hausärzten, der Spitex sowie Apotheken zusammen. Ergänzend steht ein multiprofessionelles Team aus Sozialberatung, Geriatrie sowie Ernährungs- und Ergotherapie zur Verfügung. Die Betreuung umfasst Hausbesuche, interprofessionelle Abklärungen und die Erstellung eines individuellen Versorgungsplans.Prof. Dr. Thekla Brunkert, Co-Projektleiterin, ergänzt: «Die positiven Rückmeldungen der bisher betreuten Personen zeigen deutlich, wie wichtig dieses Angebot ist. AdvantAGE leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, dass ältere Menschen nach einem Spitalaufenthalt sicher und selbstständig zu Hause leben können.» Nachweisbarer Nutzen für Patientinnen und Patienten und das GesundheitssystemSeit Beginn des Projektes von Anfang 2023 bis Ende 2025 wurden rund 340 Patientinnen und Patienten erfolgreich betreut. Neben einer gesteigerten Versorgungssicherheit und Lebensqualität konnten somit auch Gesundheitskosten eingespart werden.Langfristig soll AdvantAGE in die Regelversorgung integriert werden. Geplant sind unter anderem eigene Tarifpositionen, die eine Finanzierung über die obligatorische Krankenversicherung ermöglichen und das Versorgungsmodell nachhaltig verankern.
Prof. Dr. Dr. med. Marc Aurel Busche erhält den renommierten Rainwater Preis
Der Departementsleiter und Chefarzt demenzielle Erkrankungen der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER, Prof. Dr. Dr. med. Marc Aurel Busche, wird mit dem Rainwater-Preis 2026 für innovative Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet. Dieser Preis ist einer der renommiertesten internationalen Auszeichnungen im Bereich der Neurodegenerations- und Demenz-Forschung. Der Preis wird im Mai 2026 an der Tau Global Conference in Washington, D.C. verliehen und ist mit 200'000 US-Dollar dotiert.Die Rainwater Charitable Foundation (RCF) wurde 1991 vom Philanthropen Richard E. Rainwater gegründet und ist eine in den USA ansässige Organisation und ein führender unabhängiger Geldgeber für die Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen, bei denen krankhafte Tau Ablagerungen eine zentrale Rolle spielen. Das Rainwater-Preisprogramm wurde ins Leben gerufen, um den wissenschaftlichen Fortschritt zu beschleunigen, indem Forscher ausgezeichnet werden, die in diesem Gebiet Vorreiter sind durch wissenschaftliche Exzellenz, Führungsqualitäten und Innovation. Der Preis für innovative Nachwuchswissenschaftler ehrt Forschende für ihre bahnbrechende Arbeit und ihr langfristiges Engagement in der neurodegenerativen Forschung und stellt bedeutende Mittel zur Unterstützung zukünftiger Studien bereit.Marc Aurel Busche ist – parallel zu seiner klinischen Leitungsfunktion in der UAFP – Leiter des Labors für Gehirnalterung und Neurodegeneration am Departement für Biomedizin an der Universität Basel. Mit seinem Team erforscht er, wie sich bei der Alzheimer Krankheit und verwandten Demenzerkrankungen bestimmte Eiweisse, darunter Amyloid-Beta und das Tau Protein, schon früh auf die Hirnfunktion auswirken. Ziel ist es, frühe Veränderungen im Gehirn zu erkennen, bevor es zu einem ausgeprägten Verlust von Nervenzellen kommt, und daraus neue Ansätze für frühere Diagnosen und bessere Behandlungen abzuleiten. Damit verbindet seine Arbeit Grundlagenneurowissenschaft mit direkter klinischer Relevanz. Er wird insbesondere für seine Entdeckung der Rolle, die lösliche oligomere Tau-Spezies bei frühen neuronalen Funktionsstörungen spielen, und deren translationales Potenzial für primäre Tauopathien ausgezeichnet.«Diese Auszeichnung ist eine grosse Ehre für mein Team und mich», sagt Prof. Marc Aurel Busche. «Sie gibt uns Rückenwind, die nächsten Studien rascher umzusetzen und zu klären, wie krankhaft veränderte Tau Proteine die Hirnfunktion schon früh beeinträchtigen. Unser Ziel ist, daraus neue Ansätze für eine frühere Diagnose und wirksamere Behandlungen bei Demenzerkrankungen abzuleiten.»Dr. Nadine Engler, CEO der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER (UAFP), freut sich sehr über die Auszeichnung für Marc Aurel Busche: «Diese Auszeichnung ist grossartig für Marc Aurel Busche, als auch für unser Haus. Sie unterstreicht die wissenschaftliche Stärke unseres Hauses und stärkt Basel als wichtigen Standort für Demenzmedizin und Demenzforschung. Die Erkenntnisse sollen langfristig unseren Patientinnen und Patienten zugutekommen.» Auskunft und BildmaterialVia Dr. phil. Beatrice Hofmann, Leiterin Marketing & Kommunikation | 061 326 41 77 | beatrice.hofmann@felixplatter.ch
Die Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER ist auf die Behandlung mit neuer Anti-Amyloid Therapie Donanemab vorbereitet
Swissmedic hat heute die Zulassung des Medikaments Kisunla (Wirkstoff: Donanemab) bekanntgegeben. Kisunla verlangsamt das Fortschreiten einer frühen symptomatischen Alzheimer-Krankheit. Mit der Zulassung wird nun auch in der Schweiz die neue krankheitsmodifizierende Therapie erhältlich sein. Die Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER und die dazugehörige Memory Clinic treffen alle notwendigen Vorbereitungen, um geeigneten Patientinnen und Patienten diese neue Therapieoption möglichst bald anbieten zu können.AusgangslageDonanemab ist ein Antikörper, der gezielt an Amyloid-Beta Ablagerungen (Plaques) im Gehirn bindet. Diese Ablagerungen sind ein typisches Merkmal der Alzheimer Krankheit. Durch die Reduktion der Amyloid Plaques kann Donanemab das Fortschreiten der Erkrankung im frühen Stadium verlangsamen.Wie wirkt das Medikament und wie wird es verabreicht?Studien zeigen, dass Donanemab das Fortschreiten der Erkrankung im frühen Stadium verlangsamen kann. Die behandelten Personen verschlechterten sich langsamer als die Vergleichsgruppe. Insgesamt entspricht dies ungefähr einem Zeitgewinn von vier bis sechs Monaten über 18 Monate. Donanemab wird einmal pro Monat als Infusion verabreicht. Die Behandlung wird ambulant in der UAFP erfolgen.Was bedeutet die Zulassung für Personen mit diagnostizierter Alzheimer-Krankheit?Kisunla ist zugelassen für Erwachsene mit leichter kognitiver Beeinträchtigung oder leichter Demenz aufgrund einer Alzheimer Krankheit, wenn eine Alzheimer typische Amyloid-Pathologie nachgewiesen ist, und wenn sie ApoE ε4 Nicht Träger oder heterozygote Träger sind. Für diese Gruppe steht erstmals eine Behandlung zur Verfügung, die den Krankheitsverlauf verlangsamen kann. Dadurch können Betroffene im Durchschnitt etwas mehr Zeit gewinnen, in der sie ihren Alltag selbstständiger bewältigen und ihre Lebensqualität länger erhalten können. Für sie und ihre Angehörigen kann das eine spürbare Entlastung bedeuten. Auskunft:Via Beatrice Hofmann, Leiterin Marketing & Kommunikation | 061 326 41 77 | beatrice.hofmann@felixplatter.ch



