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Ergotherapie in der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER

«Wir lernen auch von unseren Patientinnen und Patienten»

03. August 2026 · ·

Julia Bürgin ist Fachverantwortliche Ergotherapie. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Selbstständigkeit der Patientinnen und Patienten. «In der Ergotherapie geht es darum, dass der Patient bzw. die Patientin wieder möglichst selbstständig wird oder selbstständig bleibt», erklärt sie. Dabei richtet sich der Blick vor allem auf die Aktivitäten des täglichen Lebens.

Dazu gehören alltägliche Aufgaben wie Einkaufen, Kochen oder sich selbst anzuziehen. Gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten wird daran gearbeitet, diese Tätigkeiten wieder möglichst eigenständig durchführen zu können.

Alltagssituationen praktisch üben

Für die Therapie stehen unterschiedliche Räumlichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören ein Übungsbad mit einer Badewanne, eine Übungsküche und ein Therapiegarten. Dort können konkrete Alltagssituationen geübt, Gartenaktivitäten durchgeführt und verschiedene Hilfsmittel ausprobiert werden.

Auf diese Weise lässt sich die Therapie gezielt an den individuellen Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten ausrichten. Tätigkeiten werden nicht nur besprochen, sondern möglichst realitätsnah erprobt.

Auch von den Patientinnen und Patienten lernen

Die Arbeit in der Ergotherapie ist vielseitig. «Es wird nie langweilig mit unseren Patienten und Patientinnen», sagt Julia. Gleichzeitig betont sie, dass das Lernen nicht nur in eine Richtung geht: «Man lernt auch sehr viel von ihnen.»

Auch Julia und ihr Team lernen immer wieder von den Patientinnen und Patienten. Zwar vermitteln sie ihnen Strategien und zeigen geeignete Hilfsmittel für alltägliche Tätigkeiten wie das selbstständige Anziehen. Manchmal entwickeln die Betroffenen jedoch auch eigene Lösungen und sagen: «Ja, schauen Sie, so funktioniert es auch.»

Solche Ideen sind für das gesamte Team wertvoll. «Und dann haben wir wieder eine Strategie mehr, die wir anderen Patienten weitergeben können», erklärt Julia. So können individuelle Lösungswege später auch anderen Menschen helfen, im Alltag wieder selbstständiger zu werden.

Ein Zeichen, dass vieles richtig gemacht wurde

Besonders schön ist es für Julia, wenn Patientinnen und Patienten am Ende einer Behandlung fragen: «Kommen Sie wieder?» Für sie ist das «meistens ein sehr gutes Zeichen» und zugleich «ein schönes Kompliment».

Dann weiss sie: «Man hat doch einiges richtig gemacht.» Gerade diese persönlichen Rückmeldungen machen die Arbeit für sie besonders. Julia beschreibt ihren Berufsalltag deshalb als «eine positive Herausforderung».