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Mit Herz für die Altersmedizin: Ein Einblick in den Alltag eines Assistenzarztes

20. July 2026 · ·

Wie empfinden Assistenzärztinnen und -ärzte die Arbeit bei uns in der Altersmedizin? Wie sieht ihr Alltag aus? Das haben wir Tom Schiener gefragt, ehemaliger Assistenzarzt bei uns im FELIX PLATTER.

Als Assistenzarzt in der Alterspsychiatrie zu arbeiten, hat Tom Schiener als «sehr gewinnbringend und persönlich auch sehr bereichernd» empfunden. «Es waren manchmal nur kleine Sachen, die man verbessern konnte», erklärt er. Zum Beispiel, dass jemand wieder besser atmen oder zehn Meter gehen konnte und dadurch nicht mehr nur ans Bett gebunden war. Gerade solche Fortschritte haben ihm gezeigt, welchen Wert seine Arbeit für die betroffenen Menschen haben kann.

Dankbarkeit als Antrieb

Besonders motivierend waren für Tom Schiener die Rückmeldungen der Patientinnen und Patienten. «Die Dankbarkeit, die einem die Patienten und Patientinnen entgegenbringen, haben meine ganze Batterie aufgeladen», sagt er.

Diese Begegnungen wirkten über den Arbeitstag hinaus. Tom hat das Spital nach solchen Erlebnissen «richtig beschwingt» verlassen und freute sich bereits auf den nächsten Tag. «Und das war für mich sehr befriedigend. Das war eine sehr schöne Arbeit», fasst er zusammen.

Vom Überblick zur Visite

Sein Arbeitstag begann meistens damit, dass er sich einen Überblick über die Station verschaffte. Anschliessend wurden die aktuellen Themen in einem interdisziplinären Huddle besprochen. Danach ging Tom auf Visite, gemeinsam mit weiteren Ärztinnen und Ärzten.

Dort hat er die Patientinnen und Patienten gesehen, führte Untersuchungen durch und versuchte herauszufinden, «wo der Schuh drückt». Im nächsten Schritt haben sie die gesammelten Informationen besprochen und gebündelt, um die passende Diagnose und Therapie festzulegen.

Damit bestand seine Arbeit nicht nur aus dem direkten Kontakt mit den Patientinnen und Patienten. Auch das gemeinsame Einordnen der Beobachtungen und Untersuchungsergebnisse waren ein wichtiger Bestandteil seines Tages.

Gemeinsam die beste Lösung finden

«Wir hatten einen regen Austausch im Team», erzählt Tom. Bei den interprofessionellen Besprechungen kamen verschiedene Berufsgruppen zusammen. Beteiligt waren unter anderem Pflegefachpersonen, Ärztinnen und Ärzte, die Physiotherapie und der Sozialdienst. «Also, es waren sehr viele involviert», sagt Tom.

Die unterschiedlichen fachlichen Perspektiven flossen in die weitere Behandlung ein. Dabei war die passende Lösung nicht immer sofort klar. «An dieser Besprechung haben wir dann manchmal auch darum gerungen, was das Beste für den Patienten und die Patientin ist», erklärt Tom.

Im Zentrum stehen dabei der einzelne Mensch sowie seine persönlichen Wünsche und Ziele. Diese werden bei der gemeinsamen Planung der Behandlung im besten Fall berücksichtigt und erfüllt.