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Therapien Innovation Nadine Beerli

«Innovationen sollen den Patientinnen und Patienten dienen»

12. July 2026 · ·

Nadine Beerli leitet die Praxisentwicklung Therapien an der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER. In ihrer Funktion beschäftigt sie sich damit, neue Ansätze in den therapeutischen Alltag zu integrieren und gleichzeitig die Qualität der Behandlungen sicherzustellen.

«Mein Auftrag ist es einerseits, Innovationen ins Spital zu bringen und evidenzbasierte Therapien einzuführen», erklärt Nadine. Ebenso wichtig seien patientenzentrierte Behandlungen und eine hohe Qualität innerhalb der verschiedenen Therapiebereiche. Neue Entwicklungen sollen nicht allein deshalb eingeführt werden, weil sie technisch möglich sind. Entscheidend ist, welchen Nutzen sie für die Patientinnen und Patienten haben.

Die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten im Zentrum

Bei der Wahl einer Behandlung steht zunächst eine zentrale Frage im Raum: «Was braucht der Patient oder die Patientin?» An diesen individuellen Bedürfnissen orientiert sich das therapeutische Angebot.

Dafür steht an der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER ein breites Spektrum zur Verfügung. Es reicht von der Logopädie über die Physiotherapie bis zur Sporttherapie. Ergänzt wird das Angebot durch medizinische Masseurinnen und Masseure.

Durch diese verschiedenen Fachrichtungen können die Behandlungen gezielt auf die jeweilige Situation abgestimmt werden. «Wir können so spezifisch abdecken, was jemand braucht», sagt Nadine.

Neue Technologien im Spital

Ein weiterer Schwerpunkt der Praxisentwicklung liegt auf neuen Technologien. «Im Innovationsbereich sind wir derzeit an neuen Technologien», erklärt Nadine. Im vergangenen Jahr wurden «neue Geräte im Spital implementiert».

Zu diesen Neuerungen gehört unter anderem eine Virtual-Reality-Brille. Mit ihr können gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten unterschiedliche Situationen simuliert werden. Eine Möglichkeit besteht darin, eine Sportart virtuell erlebbar zu machen, die eine Patientin oder ein Patient früher ausgeübt hat.

Die Technologie kann aber auch dazu dienen, Patientinnen und Patienten vorübergehend in eine andere Umgebung zu versetzen. Nadine nennt als Beispiel die Berge. «Das ist oft sehr toll für die Patientinnen und Patienten, um zumindest virtuell aus der Spitalumgebung rauszukommen», berichtet sie.

Die virtuellen Erlebnisse werden gezielt im therapeutischen Umfeld eingesetzt. Sie können an frühere Aktivitäten anknüpfen oder einen Ort erlebbar machen, an dem sich die Patientin oder der Patient gerne aufhalten würde.

So entsteht innerhalb des Spitals eine neue Erfahrung: Die Person bleibt zwar vor Ort, kann sich durch die virtuelle Umgebung aber beispielsweise in den Bergen oder bei einer vertrauten sportlichen Aktivität erleben.

Motivation für Patienten und Therapeuten

Ob eine neue Technologie dauerhaft eingesetzt wird, hängt davon ab, wie sie sich in der Praxis bewährt. «Wenn wir dann sehen, dass es funktioniert, so wie wir uns das überlegt haben, dann ist es viel motivierender», sagt Nadine.

Diese Motivation betrifft beide Seiten: sowohl die Patientinnen und Patienten als auch die behandelnden Therapeutinnen und Therapeuten. Wenn ein neuer Ansatz funktioniert, unterstützt dies die gemeinsame therapeutische Arbeit. Gleichzeitig hilft es dabei, weiterzukommen und «Therapieziele aktiv zu verfolgen».

Die Erfahrungen aus der praktischen Anwendung zeigen somit, ob eine Idee tatsächlich den gewünschten Nutzen bringt. Bewährt sie sich, bestärkt dies das Team darin, den eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen.

Geeignete Lösungen entwickeln

Für Nadine und ihr Team ist die Entwicklung mit der Einführung eines neuen Geräts nicht abgeschlossen. Vielmehr geht es darum, die Erfahrungen aus der Anwendung aufzunehmen und weiterzudenken.

«Das bestärkt uns darin, dass wir sagen: Wir machen weiter auf diesem Weg und schauen, was es Neues gibt», erklärt Nadine. Im Mittelpunkt bleibt dabei stets die Frage, wie geeignete Angebote entstehen können: «Wie können wir Produkte schaffen, die für diese Patientinnen und Patienten geeignet sind?»

Die Praxisentwicklung verbindet damit Innovation, therapeutische Qualität und die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten. Neue Technologien werden nicht als Selbstzweck betrachtet, sondern als Möglichkeit, Behandlungen zu ergänzen, Motivation zu fördern und Therapieziele gemeinsam weiterzuverfolgen.