
«Gestern ging diese Stufe in der Stadt auf einmal so einfach»
Benjamin Ludin arbeitet als Physiotherapeut in der Tagesklinik und im ambulanten Bereich der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER. Viele seiner Patientinnen und Patienten haben Bewegungsstörungen. In der Therapie orientiert er sich deshalb gezielt an den persönlichen Herausforderungen. Besonders freut er sich, wenn Fortschritte auch im Alltag spürbar werden.
Zwischen Tagesklinik und ambulanter Therapie
Ein grosser Teil von Benjamins Arbeit findet in der Tagesklinik statt. «Ich arbeite vor allem mit Leuten der Tagesklinik zusammen, teilstationär», erklärt er. Die Patientinnen und Patienten verbringen jeweils einen halben Tag im Felix und nehmen während dieser Zeit verschiedene Therapien wahr.
Daneben ist Benjamin auch im ambulanten Bereich tätig. Dort kommen die Patientinnen und Patienten beispielsweise einmal pro Woche für eine halbe oder dreiviertel Stunde zur Physiotherapie.
Wie eine solche Therapie aussieht, lässt sich dabei nicht pauschal sagen. «So eine Behandlung ist ganz stark abhängig vom persönlichen Hauptproblem des Patienten», erklärt Benjamin. Entscheidend ist für ihn, genau dort anzusetzen, wo die grössten Schwierigkeiten im Alltag liegen.
Therapie nach individuellen Bedürfnissen
Viele der Menschen, die Benjamin behandelt, haben sogenannte Bewegungsstörungen. Diese können sich ganz unterschiedlich zeigen. «Ein Beispiel wäre, dass sie Mühe haben mit Laufen», sagt er.
Die Therapie wird entsprechend auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt. Je nach Situation arbeitet Benjamin beispielsweise mit Kraft und Gleichgewichtsübungen. Ziel ist es, Fähigkeiten gezielt zu trainieren und den Patientinnen und Patienten dadurch mehr Sicherheit bei alltäglichen Bewegungen zu ermöglichen.
Gerade bei Erkrankungen, die sich mit der Zeit verschlechtern können, haben auch vermeintlich kleine Fortschritte eine grosse Bedeutung. Umso schöner ist es für Benjamin, wenn die Wirkung der Therapie ausserhalb des Behandlungsraums sichtbar wird.
Wenn Fortschritte im Alltag spürbar werden
Besonders freut sich Benjamin über Rückmeldungen von Patientinnen und Patienten, die merken, dass ihnen alltägliche Situationen plötzlich leichter fallen. Etwa wenn jemand erzählt: «Ja, gestern ging diese Stufe in der Stadt auf einmal so einfach.»
Solche Erlebnisse sind für ihn ein besonderer Moment. «Und dann freue ich mich natürlich mit dem Patienten zusammen», sagt Benjamin. Gleichzeitig nutzt er diese Fortschritte, um weiter zu motivieren: «Ich bestärke ihn darin, dass er so weitermacht.»
Damit wird Physiotherapie für Benjamin nicht nur zum gemeinsamen Training von Kraft, Gleichgewicht und Bewegung. Sie bietet auch die Möglichkeit, Fortschritte direkt in den Alltag der Patientinnen und Patienten zu übertragen.