Rehabilitation Zum Inhalt

Patientinnen und Patienten mit Beeinträchtigungen der Mobilität, Kognition und/oder Alltagsfunktionalität auch nach Abschluss des akutmedizinischen Diagnose- oder Therapiebedarfs profitieren von einer stationären Rehabilitation. Im FELIX PLATTER umfasst das Angebot die neurologische, die geriatrische, die internistisch-onkologische und die muskuloskelettale Rehabilitation; die vorherrschenden Erkrankungen oder funktionellen Einschränkungen weisen dabei auf die jeweils geeignete Rehabilitationsart. Interprofessionelle Rehabilitationsexperten/-innen der Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Neuropsychologie, Ernährungstherapie und/oder des Sozialdienstes unterstützen – orchestriert vom ärztlichen Dienst – die Betroffenen, ihre Alltagsfunktionalität und -kompetenz wiederzuerlangen. Ein Übergang in ambulante Therapieangebote – auch in unserer Tagesklinik – kann nahtlos erfolgen.

Autonomie erlangen und fördern

Im Alltag nach einem Hirnschlag wieder Fuss fassen, nach einer schweren Erkrankung oder einem Sturz die Leistungsfähigkeit wieder steigern – körperlich wie geistig –, das alles und mehr beschreibt die Ziele der Rehabilitation FELIX PLATTER. Wir unterstützen unsere Patienten darin, diese Ziele individuell festzulegen und in die Praxis umzusetzen. Mit modernster funktioneller Diagnostik und innovativen Therapieansätzen können wir die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit auch in besonders schwierigen Fällen wiederherstellen.

 

Unsere altersmedizinische Rehabilitation basiert auf einem interprofessionellen Prozess, der auch individuelle Ernährungspläne beinhaltet. Denn der Muskelabbau beschleunigt sich im Alter, vor allem wenn der Patient bettlägerig ist wie beispielsweise nach einer Operation.

 

So nutzen wir synergetisch die Kompetenzen aus unterschiedlichen Fachrichtungen und erfassen körperliche, psychische und soziale Aspekte des Patienten. Anschliessend erarbeiten wir mit ihm und seinem Umfeld ein individuelles Ziel, allerdings jederzeit in einer stimmigen Balance zwischen Ruhebedürfnis und den notwendigen rehabilitativen Anwendungen. Bleiben nach einer Erkrankung oder einem Unfall Defizite zurück, unterstützen unsere Pflegenden die Betroffenen im Umgang mit der Beeinträchtigung sowie im Bemühen, eine bestmögliche Rehabilitation zu erreichen. Wir arbeiten eng mit zuweisenden Ärzten und Spitälern zusammen sowie mit den spitalexternen Diensten nach dem Austritt des Patienten.

 

Im Hinblick auf eine individuelle Therapieempfehlung besprechen wir gemeinsam mit dem Patienten und gegebenenfalls den Angehörigen die Ziele der Rehabilitation. Verschiedene Fachärzte, die Pflegekräfte sowie Therapeuten aus der Rehabilitation arbeiten dabei zusammen, um die physischen, sensorischen, intellektuellen, psychologischen und sozialen Fähigkeiten unserer Patienten zu verbessern. Die Massnahmen beginnen möglichst frühzeitig bereits während des Spitalaufenthalts und können ambulant nach dem Austritt weitergeführt werden (Tagesklinik, ambulante Angebote). Die Angehörigen sind in jedem Stadium mit eingebunden.

 

Die stationäre Rehabilitation wird auf unterschiedlich spezialisierten Rehabilitationsabteilungen ange­boten, dies mit folgenden Schwerpunkten:

 

  • altersmedizinische Rehabilitation
  • neurologische Rehabilitation
  • muskuloskelettale Rehabilitation
  • Internistisch-onkologische Rehabilitation

Altersmedizinische Rehabilitation

Die altersmedizinische Rehabilitation stellt die besonderen Bedürfnisse älterer Menschen in den Mittelpunkt. Dazu gehören Multimorbidität, also das gleichzeitige Auftreten mehrerer Krankheiten bei einem Patienten, Vulnerabilität, das heisst Verwundbarkeit, sowie Gebrechlichkeit – auch Frailty genannt. Altersmedizinische Rehabilitation ist als interprofessioneller Prozess aufgebaut: Körperliche, psychische und soziale Aspekte werden ganzheitlich erfasst. Gemeinsam mit dem Patienten und seinem Umfeld erarbeitet FELIX PLATTER ein individuelles und seinen Möglichkeiten angepasstes Behandlungskonzept. Im Fokus stehen dabei die Aspekte Mobilität, Selbsthilfefähigkeit, Ernährung, Kognition, Stimmung, Kontinenz sowie die soziale Situation.

Sind Sie an weiteren Details interessiert, empfehlen wir Ihnen die Publikation «Besonderheiten moderner Rehabilitation beim be­tagten Menschen» (Autoren: Prof. Dr. med. S. T. Engelter und Prof. Dr. med. R. W. Kressig. Praxis 2018: 107 (4): 1–4).

Neurologische Rehabilitation

  • Schwerpunkte: Hirnschlag, Parkinson-Syndrom, Multiple Sklerose, Epilepsie

 

Unter dem Dach der Neurorehabilitation erfolgt die Umsetzung krankheitsspezifischer Therapiekonzepte. Die PatientInnen werden hochfrequent in unsere interdisziplinären Therapiemassnahmen eingebunden, bestehend aus Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Neuropsychologie, Ernährungstherapie sowie rehabilitativer Pflege. Die Therapien erfolgen sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting. Wir legen von Beginn an Wert auf die Einbeziehung der Angehörigen in den Therapieprozess. Unser ärztliches Personal, das Pflegepersonal und die Therapiedienste stehen im Rahmen von Rehagesprächen für sämtliche Fragen und Anliegen insbesondere der Angehörigen zur Verfügung. Unser Sozialdienst bietet umfassende Unterstützung bei administrativen, finanziellen und organisatorischen Angelegenheiten (z. B. Kostenträger, Bestellung ambulanter Hilfs- und Pflegedienste, Anmeldung in einem Altenpflegeheim, Vermittlung von Kontakten zu karitativen Einrichtungen).

Muskuloskelettale Rehabilitation

Nach Eingriffen an Hüfte, Knie, Schulter oder Rücken, sei es nach einer Operation oder einem Unfall, nach Stürzen ohne Frakturen oder bei rheumatologischen Leiden werden unsere Patienten ärztlich betreut und durch ein interprofessionelles Team intensiv rehabilitiert. Die Verbesserung der Mobilität und der Alltagskompetenz sowie eine optimale Schmerzbehandlung stehen im Zentrum der Therapie – dies mit dem Ziel, die grösstmögliche Selbstständigkeit im individuellen Alltag zurückzuerlangen und zu erhalten. Die Behandlung erfolgt in enger Abstimmung mit den zuweisenden Ärzten aus den Spitälern und Praxen der Region. Mit der Rheumatologie und der Orthopädie des Universitätsspitals Basel besteht eine personell wie organisatorisch sehr enge Zusammenarbeit. Die Möglichkeiten der modernen muskuloskelettalen Rehabilitation werden durch medizinische Trainingstherapie und ein medizinisches Bewegungsbad umfassend unterstützt. Die fachlich wie personell enge Vernetzung mit Zuweisenden und Nachbe­treuenden und die vielfältig nutzbare Expertise eines Spitals, das auf Mobilitäts- und Kognitionsein­schränkungen unterschiedlicher Ursachen spezialisiert ist, charakterisieren das Leistungsangebot.

Internistisch-onkologische Rehabilitation

Hier behandeln wir ältere Menschen nach chirurgischen Eingriffen infolge internistischer Erkrankungen oder nach Behandlungen von Krebserkrankungen. Wir unterstützen unsere Patienten darin, ihre Selbstständigkeit wiederzuerlangen, verbessern ihre Kraft, Ausdauer und den Ernährungszustand und stehen ihnen beim Umgang mit den erforderlichen Hilfsmitteln zur Seite.

Ansprechpartner

Stefan Engelter

Prof. Dr. med. Stefan Engelter

Funktion: Chefarzt

Bereich: Rehabilitation

Fachgebiet: Facharzt für Neurologie, Fellow of the European Stroke Organization, Fellow of the European Academy of Neurology, Zertifikate für Neuroduplexsonographie und Elektroneuromyographie

Kontakt: +41 61 326 41 30 |

Klaus  Gebker

Klaus Gebker

Funktion: Abteilungsleiter Neurologische Rehabilitation

Bereich: Akutneurologie

Kontakt: +41 61 326 55 00 |

Tülay  Kul

Tülay Kul

Funktion: Abteilungsleiterin geriatrische Rehabilitation

Bereich: Rehabilitation

Kontakt: +41 61 326 58 60 |

Véronique  Jemelen

Véronique Jemelen

Funktion: Pflegeexpertin Fachverantwortliche

Bereich: Rehabilitation

Kontakt: +41 61 326 46 25 |

Wen zuweisen?

Alle Patientinnen und Patienten, die keine Akutspitalbedürftigkeit mehr besitzen, aber aufgrund ihrer Erkrankungen und Funktionseinschränkungen eine stationäre neurologische, internistisch-onkologische oder muskuloskeletale Rehabilitation benötigen und rehabilitationsfähig sind. Multimorbide Patienten qualifizieren für eine geriatrische Rehabilitation, vor allem wenn sie betagt sind.

 

Zu den Ausschlusskriterien zählen:

Akutspitalbedürftigkeit oder Spezialerfordernisse infolge Tracheostoma, Peritonealdialyse, Zentralvenenkatheter, besonderer Drainagen oder Ähnlichem.