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Von Prävention bis Nachsorge: Erfahrungen unserer Patienten

Unter den verschiedenen Stichworten geht es überwiegend um die gesundheitlichen Bedürfnisse im Alter rund um Wahrnehmung, Beweglichkeit und Ernährung. Dies aus der Sicht unserer Patienten sowie eines zuweisenden Arztes.

Ernährung

«FELIX PLATTER erkannte: Meinem Vater fehlte nicht der Appetit, sondern eine angepasste Ernährung.»

«Für meinen 82-jährigen Vater war das Essen nach seinem Schlaganfall zur Qual geworden. Er – bis dahin bekannt als leidenschaftlicher Esser – hatte keinen Appetit mehr, Schwierigkeiten mit dem Schlucken und benötigte viel Zeit für seine Mahlzeiten. Innerhalb zweier Monate nahm er acht Kilo ab, fühlte sich schwach und unsicher auf den Beinen. Ich musste etwas unternehmen. So wurde er in die Rehabilitation der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER aufgenommen. Bei meinem Vater wurde eine Mangelernährung erkannt, und er wurde bei der Ernährungsberatung angemeldet. Diese begann sofort mit der Ernährungstherapie. Durch gezielte Fragen zu Essgewohnheiten und eine Auswertung der Ernährung stellte man fest, dass mein Vater nur 60 Prozent seines Energie- und Proteinbedarfs zu sich nahm und deshalb zu viel Gewicht verlor. Wir besprachen zu dritt, wie wir die Mangelernährung in den Griff bekommen könnten. Die Ernährungsberaterin verkleinerte seine Portionen. Damit dennoch alle Nährstoffe abgedeckt waren, erhielt er ein Multivitaminpräparat und eine Ergänzungsnahrung. Zudem suchten wir zusammen mit ihm für ihn geeignete Zwischenmahlzeiten aus. Diese sollten ihm einerseits schmecken, aber auch die Zusammensetzung und die Konsistenz mussten für ihn stimmen. Mein Vater entschied sich für Fruchtjogurt und Sandwich. Doch das war nicht alles: In den Gesprächen erwähnte er nebenbei, Mühe zu haben, sein Essen auf die Gabel zu schaufeln. Die Ernährungsberaterin involvierte eine Ergotherapeutin, die erkannte, dass er für den Gebrauch des gängigen Bestecks zu wenig Kraft im Arm besitzt. Er erhielt ein Spezialbesteck mit einem verdickten Griff. Auch die Anpassung des Essens auf eine weiche, klein geschnittene Kost erleichtert ihm die Aufnahme. Mein Vater hat die Leidenschaft am Essen wiedergefunden und an Gewicht und Kraft zugenommen. Er ist motiviert, das ist schön anzusehen.»

Sarah K.

Mehrfacherkrankungen

«Meine Mutter hatte mehr als eine Krankheit. Aber FELIX PLATTER ist auch mehr als ein Spital.»

«Es war 6.30 Uhr, als ich die Telefonnummer meiner Mutter auf dem Display erkannte. Sie klagte über Schwindel und Unwohlsein. Ich rief die Ambulanz. Nach Schwindelabklärungen und weiteren Unter­suchungen präsentierten mir die Spezialisten der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER mehrere Diagnosen: Polyneuropathie, Kniegelenksarthrose, Einengung des Spinalkanals, Makuladegeneration. Ich war überfordert. Doch die Ärzte nahmen sich viel Zeit. Langsam verstand ich: Meine Mutter hat unter anderem eine Erkrankung der langen Nerven zu den Beinen, ein eingeengtes Rückenmark durch einen alten Bandscheibenvorfall, das zu Schmerzen in den Beinen führt, und eine Sehbehinderung. Mit ihren 84 Jahren nehme sie zu viele Medikamente, die sie in ihrer Masse nicht vertrug, führten die Ärzte aus. Sofort reduzierten sie deren Anzahl. Die Behandlung durch die verschiedenen Spezialisten war ganzheitlich und individuell: Die Physiotherapeuten trainierten das Gleichgewicht meiner Mutter, in der Ergotherapie erhielt sie Hilfsmittel wie Handschienen und Verdickungen am Besteck, die Psychologin munterte sie in Ge­sprächen auf, und das Pflegepersonal erklärte, wie wir den Alltag künftig meistern. Um die Zeit nach der Entlassung kümmerte sich der Sozialdienst: Die Mitarbeitenden organisierten ambulante Hilfen wie die Spitex. Natürlich waren wir vor dem Austritt zunächst verunsichert. Doch für die nahtlose Nachbetreuung war durch den Hausarzt gesorgt. Wir mussten keine Angst haben, alleine zu sein.»

Eva A.

Gedächtnis 1

«FELIX PLATTER nahm meine Gedächtnisstörungen ernst. Jetzt weiss ich, woran ich bin.»

«Was, schon wieder eine Mahnung? Ach wirklich, wir waren heute verabredet? Solche Über­raschungen verstörten mich immer häufiger. Bis ich mir irgendwann Sorgen um mein Gedächtnis machte und bei meinem Hausarzt um einen Termin in der Memory Clinic der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER bat. Dort folgte zuerst eine Untersuchung meiner Hirnleistung bei einer einfühlsamen Neuropsychologin. Beim zweiten Termin wurde ich neurologisch und medizinisch untersucht, und mir wurde Blut entnommen. Eine Analyse meines Gangs fand im Basel Mobility Center der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER statt. Die Experten nahmen sich viel Zeit für mich. In einer angenehmen Atmosphäre konnten mein Mann und ich über alles berichten, was uns Sorgen bereitet. Schliesslich wurde die ganze Familie zum Diagnosegespräch eingeladen. Mir wurde mitgeteilt, dass ich unter einer leichten Hirnleistungsstörung leide, deren Ursache am ehesten auf eine Hirnabbauerkrankung zurückzuführen sei. Wirklich überrascht hat uns diese Diagnose nicht, und irgendwie waren wir sogar erleichtert. Meine Familie und ich wissen nun, was los ist, und wir können uns darauf einstellen. Ich weiss auch, dass ich mich jederzeit an die Spezialisten der Memory Clinic wenden darf. Mir wurde empfohlen, ein spezielles Gedächtnistraining zu besuchen, worauf ich mich freue. Aber auch mein Ehemann erhält Hilfe durch ein spezifisches Beratungsangebot. Ich bin froh, dass sich die Memory Clinic speziell um die Frühdiagnostik von Hirnleistungsstörungen und deren seltene Ursachen kümmert. Ich fühlte mich dort sehr ernst genommen.»

Laura B.

Gedächtnis 2

«Die enge Zusammenarbeit zeigt mir: FELIX PLATTER ist nicht austauschbar.»

«Eines frühen Morgens stand mein Patient Jonas K. in meiner Praxis. Er war verärgert – aber ich spürte auch Angst. Sein Gedächtnis werde schlechter, manchmal finde er die richtigen Worte nicht. Ich organisierte einen Termin für ihn in der Memory Clinic der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER, wo er ganzheitlich untersucht wurde. Ich bat um Diagnostik und Behandlungsempfehlungen. Mein Patient durchlief neuropsychologische Untersuchungen, um seine kognitiven Leistungen beurteilen zu lassen. Ebenfalls zum gängigen Prozedere gehörten eine medizinisch-neurologische Untersuchung, laboranalytische Verfahren sowie eine bildgebende Diagnostik mittels MRI. Nicht zu vergessen: die Ganganalyse im Basel Mobility Center der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER. Als alle Befunde vorlagen, führten die Experten eine interdisziplinäre Diagnosekonferenz durch. Jonas K. und seine Familie wurden dann von der Memory Clinic ausführlich über Befunde, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten informiert. Für mich als zuweisender Arzt ist die Memory Clinic äusserst wertvoll, denn ich erhalte eine sehr sorgfältige Diagnostik und vor allem hilfreiche Behandlungsempfehlungen. Ab und zu kommt es auch vor, dass einem Patienten – immer nach Rücksprache mit mir – angeboten wird, an einer Medikamentenstudie teilzunehmen. Wichtig für mich sind auch die Hinweise auf nicht medikamentöse Therapieangebote wie Gedächtnistraining oder das Beratungsangebot für Angehörige.»

Dr. med. Martin S.

Gelenke

«Wie mir FELIX PLATTER nach meiner Operation das Laufen lernte.»

«10 Jahre lang haben mich meine Hüftgelenkschmerzen begleitet. Am Anfang ignorierte ich sie. Ich bin 75 und weiss längst, dass ich rechts Arthrose habe. Aber operieren muss nicht sein – dachte ich. Ich war beruflich Bauarbeiter, da lernt man, auf die Zähne zu beissen. Stellen Sie sich vor, ich hätte bei jeder Schürfung ein Pflaster geholt. Aber zuletzt war ich sehr eingeschränkt im Alltag. Mein Kollege, den ich mehrmals wöchentlich zum Spazieren mit unseren Hunden treffe, lag mir in den Ohren, endlich zum Orthopäden zu gehen. Dieser zögerte nicht lange: Ein Gelenkersatz auf der rechten Seite musste her. Nach dem operativen Eingriff kam ich für vier Wochen in die orthopädische Rehabilitation der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER. Zwar waren die Schmerzen verschwunden, aber das Hinken wurde ich nicht los. Die ganze Körperstruktur habe sich daran gewöhnt, sagte mir das Therapeutenteam. Ich musste Vertrauen in meine Beine schaffen, die mich jetzt eigentlich schmerzfrei tragen konnten. Die ersten Tage baute ich Kraft durch einfache Belastungsübungen auf, später trainierte ich im Therapiezentrum an modernen Geräten. Ausdauer gewann ich auf dem Laufband und Fahrrad. Nach meinem stationären Aufenthalt schlugen mir die Experten vor, ein Abonnement für das Trainingszentrum FELIX PLATTER zu lösen und selbstständig vorbeizukommen. Sie glauben nicht, wie viel Mut es braucht, die eigenen Beine nach einer Hüftgelenkoperation zu belasten. Doch das Rehabilitationsteam hat mir das Vertrauen zurückgegeben. Und jetzt bin nicht nur ich glücklich, sondern auch mein Hund. Denn heute können wir wieder zu viert spazieren gehen.»

Martin A.

Schlaganfall 1

«Wie FELIX PLATTER und ich meinem Vater nach dem Schlaganfall zurück in den Alltag halfen.»

«Mein Vater rief mich eines Morgens an. Er hatte Mühe, sich zu artikulieren Er beschrieb mir eine Lähmung. Langsam verstand ich: Er konnte die rechte Seite seines Körpers nicht mehr bewegen. Nach kurzem Aufenthalt in einem Akutspital kam er mit der Diagnose eines Schlaganfalls in die Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER. Ein interdisziplinäres Behandlungsteam nahm sich seiner liebevoll an. Er wurde multi- und interdisziplinär auf seine motorischen und kognitiven Fähigkeiten abgeklärt. Das gesamte klinische Personal gab uns sofort ein sicheres Gefühl. Sie alle hatten dasselbe Ziel: Sie wollten meinen Vater am Ende seines Aufenthaltes wieder in die Selbstständigkeit entlassen. Sie erarbeiteten ein für ihn alltagsorientiertes Training. Mehrmaliges Wiederholen von Erfolgserlebnissen etablierten bei ihm das Vertrauen in seine Fähigkeiten. Auch ich lernte, mich der neuen Situation anzupassen. Zum Beispiel, indem ich ihn seither so oft wie möglich von rechts anspreche, damit er diese Seite aktiviert. Dank der Physiotherapie und verschiedenen maschinellen Hilfsmitteln wie einem Robotertraining ist mein Vater heute wieder selbstständig mobil. Er traut sich, alleine an die frische Luft zu gehen.»

Peter R.

Schlaganfall 2

«Mein Schlaganfall war kein K.o. FELIX PLATTER hat mich in den Beruf zurückbegleitet.»

«20 Jahre lang war ich Lehrer der deutschen Literatur und habe meine Schüler gerne unterrichtet. Und dann plötzlich: Schlaganfall, aus dem Nichts. Ich litt unter Gedächtnis- und Konzentrations­störungen. Nach meiner Akutbehandlung kam ich in die Neurorehabilitation der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER. Dort erfassten Spezialisten des Psychologischen Dienstes mittels einer neuropsychologischen Abklärung meine kognitiven Funktionen. Sie prüften mein Gedächtnis, meine Aufmerksamkeit, das logische Denken und noch weitere Hirnleistungen. Das Ziel der Neuropsychologin: mich Schritt für Schritt wieder ins Berufsleben zurückzuführen. Um meine Konzentrationsfähigkeit zu verbessern, absolvierte ich ein wissenschaftlich fundiertes Training. In dem auf mich zugeschnittenen individuellen Therapieprogramm lernte ich auch, mir stets ausreichende und klare Notizen zu machen, um die Gedächtnisschwäche zu kompensieren. Mit der Zeit ging es mir besser, meine Ausdauer steigerte sich. Jetzt konnten wir uns zusammensetzen: die Neuropsychologin, ein Case Manager der Krankentagegeldversicherung, ein Mitarbeiter der IV, mein Arbeitgeber und ich. Wir planten detailliert meine Rückkehr ins Berufsleben. Während der beruflichen Wiedereingliederung hatte ich regelmässige Gespräche mit meiner Neuropsychologin. Wir suchten gemeinsam nach Lösungen für auftauchende Probleme, und mit ihrer Hilfe konnte ich Strategien zum Umgang mit der neuen Lebenssituation erlernen. Inzwischen habe ich es geschafft: Ich arbeite wieder in einem 50-Prozent-Pensum – was mich sehr stolz macht. Denn ich hätte nie gedacht, nach dem Schlaganfall nach 24 Monaten wieder vor einer Klasse stehen zu können.»

Walter F.

Schlaganfall 3

«In der Tagesklinik der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER gewann ich meine Freiheit wieder zurück.»

«Ich hatte am Aeschenplatz auf das Tram gewartet, das ist meine letzte Erinnerung. Dann peng – fertig, dunkel. Ins Spital gebracht wurde ich wegen eines Schlaganfalls, die Ärzte merkten bald, dass meine linke Körperseite gelähmt war. Kurz: Es würde seine Zeit dauern, bis ich wieder leserlich schreiben und verständlich sprechen könne. Dennoch hatte ich Glück im Unglück, denn ich konnte nach der Neurorehabilitation der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER vom Angebot der dortigen Tagesklinik profitieren. Bis zu drei Mal wöchentlich und insgesamt für 24 Tage trainierte ich, um in mein altes Leben zurückzufinden. In der Ergotherapie übte ich die Feinmotorik, in der Logopädie gingen wir die Wortfindungsstörung an, und auf dem Fahrrad im Fitnesszentrum stärkte ich meine Muskeln für die Gangsicherheit. Aber zwischen den Programmpunkten durfte ich Pausen einlegen, über die Mittagszeit sogar schlafen gehen. Die Patienten waren sich sehr nahe. Wir trafen uns im Wartebereich und tauschten uns aus. Wer wollte, übernahm ein Ämtchen, um im Leben zu bleiben; meines war das Zeitungholen. In der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER fühlte ich mich nicht während 24 Stunden nur als Patient, trotz der schwersten Zeit meines Lebens. Ich trug meine eigene Kleidung und konnte am Abend wieder nach Hause. Man kann sich nicht vorstellen, wie gut das tut. Ich konnte im Anschluss sogar für zwei Wochen nach Südfrankreich verreisen, denn das interdisziplinäre Team hatte mir für Reisen grünes Licht gegeben. Ich bin auf dem besten Weg wieder zurück ins gewohnte Leben.»

Martin L.

Gehen

«FELIX PLATTER fing mich auf, bevor ich stürzen konnte.»

«Was war denn plötzlich los? Es konnte doch nicht sein, dass mir jedes Mal auf dem Weg vom Küchentisch zum Geschirrspüler schwindlig wurde. Das darf mal passieren, aber jeden Tag mehrmals? Ich war gereizt. Und verunsichert. Ich suchte bei meinen Freunden erfolglos nach Leidensgenossen. Mein Hausarzt überwies mich wegen des unsicheren Ganges in das Basel Mobility Center der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER. Dort können die Spezialisten mithilfe einer elektronischen Ganganalyse unauffällige Gangstörungen erkennen. Das klang kompliziert, aber sie erklärten mir ausführlich, wie sie die Kontrolle des Gehens mithilfe der Messung unter Doppelbedingungen untersuchen. Zum Beispiel musste ich beim Laufen rechnen. Kein Problem, mit Zahlen war ich immer stark – dachte ich. Doch man stellte tatsächlich eine Gangstörung fest, die meine Frau und ich nie bemerkt hätten. Wir waren vor den Kopf gestossen. Bestimmte Veränderungen des Ganges sind mit einer Sturzgefahr verbunden, Hirnleistungsstörungen können ein Grund dafür sein. Diese können Gehschwierigkeiten verursachen – vor allem unter Doppelbedingungen. Bei mir hatte die Gangstörung Gefühle von Schwindel und Unwohlsein ausgelöst. Deshalb folgten weitere Abklärungen in der Memory Clinic der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER. Ich habe mir die schlimmsten Szenarien ausgemalt: aus Angst vor Stürzen keine monatlichen Wanderausflüge, kein selbstständiges Einkaufen, keine Tanzabende mit meiner Frau. Die Experten empfahlen, ein Gangtraining zu absolvieren. Sie nahmen mir meine Bedenken. Nun nehme ich an einem Kurs der Rhythmik nach Jaques-Dalcroze teil. Auch Tanzen ist kein Problem, denn ich ziehe stabileres Schuhwerk an. Ich kann gar nicht sagen, wie glücklich ich bin, dass ich mich wieder sicher auf den Beinen fühle.»

Viktor R.

Forschungsprojekte

«Wichtige Forschungsprojekte heissen Mobigait, Lyra, STRONG, ESTREL – und FELIX PLATTER.»

«FELIX PLATTER forscht. Immer. Für mich ist Forschung in der Medizin wichtig, deswegen nehme ich an Studien teil. So ist mir jüngst an einer Veranstaltung der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER die STRONG-Studie ins Auge gesprungen. Im Zentrum stehen Personen mit Muskelschwund, getestet wird die Wirkung eines Proteindrinks in Kombination mit einem Bewegungsprogramm. Je nach Gruppenzuteilung komme ich kostenlos in den Genuss von proteinhaltigen Getränken und zu fachkundigen Anleitungen, wie ich meinen Körper trainieren soll. Dank des Heimtrainingsprogramms klappt es viel besser mit der Disziplin, ich erkenne Fortschritte und die Bewegungsübungen machen mir Freude.

Für meine Nachbarin, die einen Schlaganfall erlitten hatte, war ESTREL eine Chance. Als ESTREL-Studienpatientin erhält sie zusätzlich ein Parkinson-Medikament mit dem Ziel, rascher und sicher wieder laufen zu lernen, was seit dem Schlaganfall nicht mehr möglich war.

Eine andere Studie nennt sich Lyra. Sie untersucht den Effekt eines 6-wöchigen Trainings mit dem Gangtrainingsgerät, das bei der Rehabilitation von Patienten mit Gehschwierigkeiten wegen Muskelschwäche eingesetzt wird. Es heisst, es sei heute noch wenig bekannt über die Wirkung von Lyra in der geriatrischen Rehabilitation.

Oder die Studie Mobigait: Die Mobilität, das Gehen und die körperliche Leistung bei Alltagsaktivitäten von unabhängig wohnenden älteren Menschen werden unter die Lupe genommen, um zu verstehen, wie mobil diese Gruppe ist. Als Prävention gegen Demenz kann man übrigens auch etwas unternehmen. Bei einer Ganganalyse mit elektronischem Messteppich können Experten sowohl das Sturzrisiko einschätzen als auch erkennen, ob sich Hirnleistungsstörungen abzeichnen. Als Studienteilnehmer möchte ich dazu beitragen, dass künftige Patienten von den Forschungsergebnissen profitieren. Diese verhelfen zu neuen Impulsen in Diagnostik und Therapie. Die Forschung der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER zu fördern, erfüllt mich.»

Fabrice L.

Gleichgewicht

«Wie mich FELIX PLATTER mit der Ganganalyse wieder ins Gleichgewicht brachte.» Erika P.

«Selbst mit 85 Jahren hatte ich noch keine Gleichgewichtsprobleme. Ich war täglich mit dem Fahrrad unterwegs, konnte problemlos aus dem Tram steigen und nahm immer die Treppe statt des Lifts in meine Wohnung im 3. Stock. Doch dann stellte ich fest, dass ich mich beim Treppenlaufen vermehrt am Geländer festhalten musste. Ich erzählte meinem Hausarzt von meiner Gangunsicherheit und er überwies mich postwendend zur Mobilitätsabklärung ins Basel Mobility Center der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER. Dort stellten sie mir ausführliche Fragen zu meinem Gehverhalten und erkundigten sich, ob ich schon einmal gestürzt sei. Daraufhin untersuchten sie mich körperlich und testeten mein Gleichgewicht sowie meinen Gang. Das alles verhalf dem Spezialistenteam, mein Grundproblem einzugrenzen. Die Prüfung des Vibrationssinns an den Füssen zeigte nämlich, dass dort meine Sensibilität deutlich reduziert ist. Dies bestätigte im Anschluss auch die Ganganalyse über den elektronischen Gangteppich. Dabei stellte sich heraus: Ich laufe breiter, wenn ich mich beim Gehen unsicher fühle. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, trage ich jetzt nur noch stabile Schuhe. Zudem empfahl man mir Balanceübungen, wie leichte Kniebeugen oder seitliche Rumpfdehnungen, die ich zu Hause mache. Für diese praktischen Tipps bin ich sehr dankbar. Ich bin sicher, dass ich dadurch im Gleichgewicht bleibe.»

Erika P.

Rehabilitation

«Ich kann dem Alter nicht davonlaufen. Aber der körperlichen Einschränkung.»

«Was für ein Ärger! Ich durchquerte das Foyer meines Stammhotels auf dem Weg zur Rezeption. Seit jeher liegt dieser rote Perserteppich vor dem Klavier. Trotzdem stolperte ich über die Fransen und fiel ungeschickt auf meine Hüfte. Diagnose: Schenkelhalsbruch. Nach der erfolgreichen Implantation einer Hüftprothese wurde ich für die stationäre Rehabilitation in die Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER verlegt. Dort stellten mir die Therapeuten ein auf meine Bedürfnisse abgestimmtes Therapieprogramm zusammen. Für mich gab es nur ein Ziel: bald wieder in meinen eigenen vier Wänden zu leben – und zwar selbstständig. Weil sich meine Wohnung im ersten Stock befindet und es im Haus keinen Lift gibt, absolvierte ich im Trainingszentrum FELIX PLATTER jeden Tag auf den modernsten Geräten Kraftübungen, damit ich die Muskulatur nicht verliere. Natürlich klappte das Treppengehen am Anfang nicht ohne Gehstock. Umso grösser dann das Erfolgserlebnis, als ich ihn bald in die Ecke stellen konnte. Ich war den Tränen nahe, denn ich durfte nach Hause. Die Physiotherapeuten schlugen mir vor, weiterhin im Trainingszentrum an meiner Gangsicherheit zu arbeiten. Dort erwartete mich ein massgeschneidertes Programm, bestehend aus Kräftigungsübungen für die Beinmuskulatur sowie Gleichgewichtsübungen zur Sturzverhinderung. Ich mit meinen 82 Jahren kam grausam ins Schwitzen, fühlte mich auf dem Heimweg aber erleichtert. Heute bin ich wieder selbstständig unterwegs. Kennen Sie die steilen Betontreppen im Affenhaus im Zolli? Ich bin so froh, dass ich mit meinen Enkeln wieder dort runtersteigen kann.»

Sandro K.

Sturzgefahr

«FELIX PLATTER hat meine Beweglichkeit wieder ins Gleichgewicht gebracht.»

«Einkaufen in der Stadt! Irgendwann graute es mir schon, wenn ich nur daran dachte. Dabei hatte ich es früher geliebt, durch die Innenstadt zu schlendern, mir die Schaufenster anzusehen und am Ende die Sonne im Restaurant am Rheinbord zu geniessen – mit einem Einerli dem Treiben zuzusehen. Aber seit ein paar Monaten war mir alles zu hektisch geworden. Einmal war ich an der Schifflände über einen Randstein gestürzt. Ein paar Tage später dann dasselbe im Kannenfeldpark: Ich stolperte über eine Steinplatte, als ich zwei kleinen Kindern beim Ballspielen zuschaute. Ich schilderte diese Erlebnisse meinem Hausarzt und er schickte mich zur Mobilitätsabklärung ins Basel Mobility Center der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER. Resultat nach der Ganganalyse: Ich kann mich neben dem Gehen nicht auf eine zweite Tätigkeit konzentrieren. Diese Tatsache hat mich gelähmt. Die Begründung der Gangspezialisten hörte sich plausibel an: Mein Gehirn ist überfordert, gleichzeitig den Befehl zum Gehen an die Muskeln zu leiten und eine Denkaufgabe zu lösen. Zur Sicherheit legt es eine Gehpause ein. Als Massnahme empfahlen mir die Spezialisten die regelmässige Teilnahme am Kurs der Rhythmik nach Jaques-Dalcroze. Wir machen in der Gruppe Übungen mit mehreren Bewegungs­abläufen, die wir im Rhythmus zu improvisiert gespielter Klaviermusik ausführen. So trainiere ich meine Koordination beim Gehen. Tanzen habe ich immer geliebt, es mir aber schon lange nicht mehr zugetraut. Jetzt freue ich mich auf jede Rhythmikstunde wie ein kleines Kind.»

Heidi G.

Beweglichkeit

«Ob ich noch bei meiner Wandergruppe mithalten kann? FELIX PLATTER sagte es mir.»

«Aus unserem Dorfturnverein heraus ist vor ein paar Jahren eine Wandergruppe entstanden. Mittlerweile gehöre ich zu den älteren Semestern, das Gehtempo hat sich durch die Jungen erhöht. Das hat mich belastet, denn ich möchte weiterhin mit meinen Freunden wandern. Da erfuhr ich von der Mobilitätsabklärung im Basel Mobility Center der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER. Mein Seh- und Hörvermögen sowie meine Muskelkraft wurden überprüft. Faktoren, die die Stand- und Gangkontrolle beeinträchtigen können. Die Spezialisten führten diverse Untersuchungen meines Gleichgewichtes sowie der Funktionalität bei Alltagsaktivitäten durch. Eine Ganganalyse schaffte schliesslich Klarheit über meine körperliche Verfassung. Zu meiner Erleichterung ergaben die Resultate der Gangmessung, dass ich, verglichen mit gleichaltrigen Frauen, über eine gute Grundgeschwindigkeit verfüge und genügend Reserven besitze, um das Gehtempo noch zu steigern. Der 6-Minuten-Test mit den Sportwissenschaftlern bestätigte diese Einschätzung. Ich muss mich wohl damit abfinden, dass ich meinen Platz im Wanderfeld anpassen muss. Zum Glück hat mir die Mobilitätsabklärung versichert, dass ich keine Gehschwierigkeiten habe.»

Jana S.