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Swiss Frailty Network & Repository: SFNR (2017–2020), Swiss Personalized Health Network (SPHN) Driver Project


Hintergrund

Die alternde Bevölkerung ist vermehrt mit gesundheitlichen Problemen und dadurch mit häufig stark steigenden Gesundheitskosten konfrontiert. Das Ausmass dieser Belastung hängt weniger vom chronologischen Alter ab als vielmehr ganz individuell von der physischen Gebrechlichkeit (engl. «frailty») einer Person. Diese physische Gebrechlichkeit ist mit zahlreichen negativen Gesundheitsfolgen wie vermehrten Komplikationen während der Akuthospitalisation, erhöhtem Rehospitalisationsrisiko und einem erhöhten Sterberisiko verbunden. Gebrechlichkeit ist schwierig zu messen und einheitliche Kriterien dafür fehlen, wodurch eine entsprechende Diagnose oft ausbleibt.

Ziele

Mit der SFNR-Studie wollen die Forschenden einen elektronischen Gebrechlichkeitsindex entwickeln. Dieser soll mit den geriatrischen Goldstandards abgestimmt sein. Der Index soll dabei helfen, frühzeitig Hochrisikopatienten zu identifizieren und Komplikationen zu vermeiden. Die Erhebung dieser Daten zur Verbreitung und zu den Auswirkungen von Gebrechlichkeit wird letztlich der personalisierten Behandlung betagter Menschen zugutekommen.

Vorgehen

Das Netzwerk «Swiss Frailty Network & Repository», bestehend aus den Akutgeriatrie-Departementen der fünf Schweizer Universitäten, wird anhand des geriatrischen «Frailty Gold Standard» nach Fried und ausgewählter Informationen einen elektronischen Gebrechlichkeitsindex entwickeln. Dieser soll sich generell aus der elektronischen Krankengeschichte von älteren, auf Akutstationen hospitalisierten Patienten ableiten lassen. Ausgenommen sind Patienten von spezialisierten akutgeriatrischen Abteilungen.

Studienteilnehmer

Teilnehmende der Studie sind akut erkrankte und hospitalisierte Patienten der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER. Sie werden um Zustimmung gebeten, um ihre anonymisierten Gesundheitsdaten für die Erstellung eines elektronischen «Frailty-Index» verwenden zu dürfen.

Zeitraum

Beginn: Sommer 2018

Studienleitung

Studiengesamtkoordination: Prof. Heike Bischoff-Ferrari, Universitätsspital Zürich

Studienleitung Basel: Prof. Reto W. Kressig , Dr. med. Tobias Meyer, Laurent Wagner (Akutgeriatrie und IT, Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER  und Universität Basel)

Ergänzende Informationen

Die Studie wird unterstützt durch die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) im Auftrag des Bundes. Weitere mitwirkende Institutionen sind das Universitätsspital Zürich, das Universitätsspital Bern, das Centre hospitalier universitaire vaudois sowie die Hôpitaux universitaires de Genève.

Telefonzentrale

+41 61 326 41 41

Erreichbar rund um die Uhr