Abschluss 2020: erwartetes negatives Betriebsergebnis bei gleichzeitig strategischen Erfolgen
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Abschluss 2020: erwartetes negatives Betriebsergebnis bei gleichzeitig strategischen Erfolgen

Mit einem EBITDAR von CHF 6.36 Mio. und einer EBITDAR-Marge von 6.0% erzielte die Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER (UAFP) trotz der Corona-Pandemie Betriebskennzahlen auf Vorjahresniveau. Das erwartete negative Betriebsergebnis beträgt CHF -12.1 Mio. und ist begründet durch buchhalterisch notwendige Abschreibungen und Sonderaufwendungen. Auch während der Pandemie konnte die UAFP die angebotenen Akutbehandlungen weiterentwickeln und ausbauen und damit verbunden einige strategische Projekte erfolgreich umsetzen.

 

Den Jahresbericht finden Sie hier.

 

Die Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER (UAFP) erzielte im Geschäftsjahr 2020 einen operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDAR) von CHF 6.36 Mio. Dieser Wert sowie die EBITDAR-Marge von 6.0% liegen auf dem Niveau des Vorjahres, was angesichts der äusserst herausfordernden Rahmenbedingungen infolge der Corona-Pandemie sehr positiv ist. Aufgrund der geplanten Abschreibungen auf Neubau und Infrastruktur – im vergangenen Jahr erstmals über die gesamte Berichtsperiode – und aufgrund eines Sondereffekts aus einem mit der Reha Chrischona im Jahr 2017 übernommenen strategischen Projekt weist die UAFP für 2020 einen konsolidierten Jahresverlust von CHF 12.1 Mio. aus; ein deutlich tieferes Ergebnis als im Vorjahr. Positiv ergebniswirksam waren die zugesagten Abgeltungen des Kantons Basel-Stadt für Vorhalteleistungen und Mehraufwendungen im Rahmen der Corona-Pandemie in Höhe von CHF 7.3 Mio.

 

Versorgungssicherheit gesteigert

Die UAFP hat seit Beginn der Corona-Pandemie Patientinnen und Patienten mit Covid-19 behandelt und musste ihr Angebot mehrfach anpassen. Weil die UAFP grundsätzlich besonders fragile ältere Menschen behandelt, legten die Verantwortlichen höchsten Wert auf einen Schutz vor Ansteckung und schränkten die Dienstleistungen vor allem im ambulanten Bereich stark ein. Trotz der anspruchsvollen und zeitintensiven Umstände wurde die strategische Weiterentwicklung der UAFP auch im Geschäftsjahr 2020 erfolgreich vorangebracht. Seit Frühjahr 2020 können Rettungsdienste die UAFP direkt anfahren. Es wurde eine Überwachungsstation eröffnet und die Zahl der Konsilien im Rahmen der neuen, extern betriebenen Praxen (Clarunis/Universitätsspital Basel, USB) wurde deutlich erhöht. Beides minimiert die Notwendigkeit von Verlegungen und erhöht die Versorgungssicherheit und den Komfort für Patientinnen und Patienten deutlich. Die seit 2013 im USB betriebene Akutgeriatrie-Station wurde im Frühjahr 2020 in die UAFP integriert, so dass die Anschlussbetreuung verbessert und Kosten reduziert werden konnten. Neu eröffnet wurde im Herbst 2020 eine Einheit zur Behandlung von akuten Delirien, die nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen eingerichtet wurde und seit Beginn voll ausgelastet erfolgreich arbeitet. So wird das Risiko von schweren Folgeschäden nach einem Delir stark gesenkt und das Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten deutlich gefördert.

 

«Die Mitarbeitenden der UAFP haben mit Motivation, Kompetenz und Durchhaltevermögen Unglaubliches für die kranken Betagten der Region geleistet – sei es für Covid-Erkrankte oder für alle anderen, die Spitalpflege benötigten,» sagt Jürg Nyfeler, CEO der UAFP. «Als Institution hat die UAFP gerade in der Pandemie ihre wichtige Rolle in der Gesundheitsversorgung in der Region unter Beweis gestellt, denn gemeinsam mit dem USB konnten wir drei Viertel aller stationären Covid-Fälle in der Region behandeln. Wir sind eine leistungsfähige Partnerin für Medizin im Alter, die auch in aussergewöhnlichen Zeiten verlässlich und mit hoher Qualität für ihre Patientinnen und Patienten zur Verfügung steht.»

 

Langfristige Weiterentwicklung zugunsten der älteren Bevölkerung

Die Herausforderungen und Unsicherheiten des vergangenen Geschäftsjahrs bestehen weiter und erschweren die Planung und den Betrieb. Dennoch wird sich die UAFP stetig weiterentwickeln: medizinisch mit dem Ausbau des alterspsychiatrischen Angebots und in der Forschung in unseren Schwerpunktgebieten Kognition, Mobilität und Ernährung. Die bauliche Entwicklung der Areale in unmittelbarer Nähe der UAFP, die als «Westfeld» ein neues Quartier bilden werden, bieten Potenziale für den Ausbau von altersmedizinischen Leistungen und neuer Partnerschaften, die die UAFP nutzen wird. Aufgrund der hohen Abschreibungen, insbesondere durch die innert vier Jahren abzuschreibenden Investitionen in die Modernisierung der Informations- und Telekommunikationsinfrastruktur, rechnet die UAFP für die Geschäftsjahre 2021 bis 2024 noch mit weiteren negativen Zahlen. Die UAFP geht davon aus, danach nicht nur betrieblich, sondern auch bilanziell positive Ergebnisse zu erzielen. Die UAFP wird sich weiter mit aller Kraft für eine erfolgreiche, finanzierbare, auf den neuesten Forschungsergebnissen basierende Altersmedizin zugunsten der Seniorinnen und Senioren in der Nordwestschweiz einsetzen.

 

 

Auskunft

Dr. rer. pol. Thomas Giudici, Verwaltungsratspräsident UAFP

Dr. phil. nat. Jürg Nyfeler, CEO UAFP

 

Kontakt via Sindy Schmiegel, Leiterin Marketing & Kommunikation | 061 326 41 66 | sindy.schmiegel@felixplatter.ch

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