Alternde Gesellschaft – mehr Mobilität – mehr Unfälle – Alterstraumazentrum Basel
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Alternde Gesellschaft – mehr Mobilität – mehr Unfälle – Alterstraumazentrum Basel

Weil die Lebenserwartung stetig steigt, sind auch immer mehr Hochbetagte länger fit und mobil. Sie machen Sport, fahren in die Ferien und leben selbstständig zu Hause. Dies führt vermehrt zu Stürzen und Knochenbrüchen, besonders bei Personen, die unter Osteoporose leiden, da das Knochengewebe nicht mehr so dicht ist. Kommt es bei Älteren zu einem Sturz und die betroffene Person hat sich einen Knochenbruch zugezogen, sollte die Behandlung möglichst rasch gestartet und individuell zugeschnitten sein. Wichtig für eine schnelle, unkomplizierte Genesung ist, dass die Patientinnen und Patienten nur kurz bettlägerig bleiben müssen und schnellstmöglich durch Physiotherapie wieder mobilisiert und selbstständig werden. Denn Bettlägerigkeit kann zu Komplikationen und schnellem Muskelabbau führen. Dies wiederum erhöht das Risiko eines erneuten Sturzes. 

 

Im Alterstraumazentrum Basel arbeiten Teams aus der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER (UAFP) und dem Universitätsspital Basel (USB) zusammen, um eine optimale Behandlung jedes einzelnen Patienten/jeder einzelnen Patientin zu gewährleisten. Mitarbeitende aus Physiotherapie, Pflege, Orthopädie, Altersmedizin, Sozialdienst und dem Sekretariat arbeiten Hand in Hand. 

 

Ob eine Operation eines Knochenbruchs notwendig ist und welche Behandlung die Beste ist, hängt von verschiedenen Faktoren und dem individuellen Fall ab. Folgende Abklärungen sind nötig: 

 

  • Orthogeriatrisches Assessment: Klärung des Zustands des Patienten/der Patientin durch Gespräche mit Angehörigen und Betreuer/-innen.
  • Welche Knochen sind gebrochen? Ausser Schenkelhalsbrüche werden Knochenbrüche im Alter heutzutage nicht zwangsläufig operiert.
  • Wieso ist der Patient/die Patientin gestürzt? Welche Symptome hat er/sie? Ist die Ursache für den Sturz gefunden, muss auch sie untersucht und behandelt werden, z.B. eine unentdeckte kognitive Einschränkung oder zu viele oder falsche Medikamente.

 

Während das USB die Erstversorgung des Knochenbruchs übernimmt, erfolgen postoperative Versorgung, Rehabilitation und Vorbereitung auf die Rückkehr ins gewohnte Umfeld in der UAFP. 

 

Die Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER und das Universitätsspital Basel sind von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) als AltersTraumaZentrum DGU® zertifiziert worden. Das Zertifikat AltersTraumaZentrum DGU® wird an Spitäler im deutschsprachigen Raum vergeben, die ihre besondere Kompetenz in der Versorgung von betagten Patienten nachweisen können, die einen Unfall erlitten haben.

 

Dr. med. Franz Haller, Leitender Arzt Akute Altersmedizin UAFP/USB und Prof. Dr. med. Norbert Suhm, Leiter Co-Managementteam USB
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