Sicher gehen, sicher stehen – auch im höchsten Alter
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Sicher gehen, sicher stehen – auch im höchsten Alter

Gehen – das ist keine Selbstverständlichkeit, auch wenn es den meisten so vorkommen mag. Gehen muss erlernt und nach gesundheitlichen Einschränkungen unter Umständen auch wiedererlernt werden. Im Alter können verschiedene Beschwerden dazu führen, dass der Gang unsicherer wird, so z.B. wenn die Hör- oder Sehkraft nachlässt, die Muskelkraft sich verringert oder Hirnleistungsstörungen auftreten. Auch Demenz kann zu einem erhöhten Sturzrisiko führen, dies sogar, wenn noch gar keine Erkrankung diagnostiziert wurde und die Demenz entsprechend noch gar nicht klar ersichtlich ist. Es lohnt sich daher, Stürze im Alter abklären zu lassen, um deren genaue Ursache zu finden. 

 

Viele Faktoren tragen zu einem sicheren Gang bei. Das A und O ist regelmässige Bewegung, um sowohl die Kraft als auch das Gleichgewicht zu trainieren. Zwei Bewegungsarten eignen sich besonders gut und reduzieren das Sturzrisiko um bis zu 50 Prozent: Die Rhythmik nach Jaques Dalcroze und Tai Chi. Doch auch einfache Gleichgewichtsübungen helfen, sich sicherer zu bewegen. Die Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER hat zahlreiche geeignete Übungen zusammengestellt, die man gut zu Hause ausüben kann. Hier kann der Flyer heruntergeladen werden.

 

Mit ein paar Tricks kann man seine Muskelkraft zusätzlich stärken und Stürzen vorbeugen. Zwei davon betreffen die Ernährung: Proteine sind für den Muskelaufbau wichtige und schnelle Energielieferanten, deren Aufnahme am besten mit dem Training verbunden wird. Molkenprotein erweist sich dank sehr schneller Verarbeitung im Körper als besonders gut geeignet. Auch Vitamin D leistet einen wertvollen Beitrag, um das Sturzrisiko zu vermindern. Vitamin D fördert die Aufnahme von Calcium, stärkt die Knochen und unterstützt den Muskelaufbau. Die empfohlene Vitamin D3-Dosis pro Monat liegt bei über 60-Jährigen bei 24’000 IU (800 IU/Tag).

 

Ausserdem kommt es auf die richtige Schuhwahl an. Eine dünne und gleichzeitig feste Sohle ohne Absatz, ein verlängerter Schaft, der über dem Knöchel liegt und ein gut haltender Verschluss sorgen für einen sicheren Gang.

Prof. Dr. med. Reto W. Kressig, Ärztlicher Direktor
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