SomPsyNet – eine Chance für betagte Patientinnen und Patienten
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SomPsyNet – eine Chance für betagte Patientinnen und Patienten

08 Jun 2021

Von Patientinnen und Patienten aller Altersgruppen, die stationär wegen körperlichen Leiden behandelt werden, haben viele zusätzlich psychosoziale Belastungen oder psychische Erkrankungen. Für ältere Menschen, die oft mehrere Erkrankungen gleichzeitig aufweisen, sind seelische Leiden oder belastende Lebensumstände ein zusätzliches Risiko auf dem Weg der Genesung. Deshalb ist es gerade für betagte Erkrankte wichtig, dass psychosoziale Belastungen im Spital erkannt werden und gegebenenfalls zusätzlich zur somatischen Behandlung unterstützende Massnahmen auch nach dem Spitalaufenthalt angeboten werden. Die Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER (UAFP) ist aus diesem Grund im Projekt SomPsyNet engagiert.

 

Im SomPsyNet-Projekt werden in der UAFP akutstationär behandelte Patientinnen und Patienten mittels eines standardisierten Fragebogens zu ihren Lebensumständen und zu möglichen psychischen Belastungssituationen befragt. Zusätzlich zum interprofessionellen Behandlungsansatz des Spitals, der Medizin, Therapie und Pflege umfasst, wird damit die psychische Gesundheit der Erkrankten mit einbezogen. Idealerweise gelingt es so, frühzeitig geeignete Interventionen zu ermitteln, die Patientinnen und Patienten, aber auch ihre Angehörigen, entlasten können. Über das Projekt SomPsyNet ist die UAFP zudem in ein Netzwerk eingebunden, das eine sektorenübergreifende Versorgung zwischen stationärer und ambulanter Medizin ermöglicht. Gerade für Betagte, deren Lebensumstände sich nach einem Spitalaufenthalt einschneidend ändern können, können auf diese Weise individuelle Lösungen geschaffen werden, die die Lebensqualität der Betroffenen erhöhen.

Gabriele Bales, Pflegeexpertin als APN
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