Wie die Nachsorgeplanung in der Altersmedizin erfolgt
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Wie die Nachsorgeplanung in der Altersmedizin erfolgt

Ziel eines Aufenthalts in der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER ist immer, Patientinnen und Patienten in ihr gewohntes Umfeld entlassen zu können. Der Austritt nach Hause oder zurück ins Alters- oder Pflegeheim wird dabei gut geplant. Hochbetagte Menschen brauchen dabei eine individuelle Begleitung, denn oft ist Unterstützung nötig, die von der einfachen Gehhilfe bis hin zur täglichen pflegerischen Betreuung reichen kann. Die Planung der sogenannten Nachsorge, also der Betreuung nach dem Austritt aus dem Spital, beginnt schon beim Eintritt im FELIX PLATTER mit der Abklärung des sozialen Umfelds: Wer kann im Alltag unterstützen? Wer kann bei Problemen rasch gerufen werden? Ein weiterer Aspekt ist die Abklärung der Wohnsituation: Sind Haushalt, Verpflegung von Haustieren, Einkäufe und ähnliches zu bewältigen? Kann eine Patientin oder ein Patient selbständig eine Mahlzeit zubereiten? Welche Hilfsmittel sind sinnvoll?

 

Teil des interprofessionellen und interdisziplinären Behandlungsteams ist immer auch eine ausgebildete Sozialberaterin oder ein Sozialberater mit Kenntnissen darüber, wie der Gesundheitszustand medizinisch und therapeutisch eingeschätzt wird. Auf Basis dieser Einschätzung planen und koordinieren die Sozialberaterinnen und Sozialberater mit den Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen, wie der Alltag nach dem FELIX PLATTER weitergeht.

 

Dabei ist auch der Blick auf die Finanzierung wichtig: Wer übernimmt die Kosten für Hilfsmittel oder regelmässige medizinisch-pflegerische Unterstützung? Wie kann ein Zimmer im Alters- oder Pflegeheim finanziert werden? Auch die Übergabe an die Hausärztin oder den Hausarzt muss organisiert werden: Wurde die Medikation umgestellt? Braucht es weitere Therapien? All diese Fragestellungen werden im Rahmen der Austrittsplanung aufgegriffen.

 

Oft sind diese Gespräche mit vielen Emotionen verbunden. Sie sind jedoch ein entscheidender Faktor für grösstmögliche Lebensqualität auch im höchsten Alter. Deshalb lohnt es sich auch für ältere Menschen und ihre Angehörigen, sich schon früh über Bedürfnisse und Wünsche Gedanken zu machen und offen miteinander darüber zu sprechen.

Petra Spielmann, Abteilungsleiterin Sozialberatung
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