Bereiche Zum Inhalt

Akutgeriatrie

Akutgeriatrie FELIX PLATTER: schnelle und kompetente Hilfe

Mit der Akutgeriatrie FELIX PLATTER bieten wir betagten Menschen schnell und gezielt medizinische Hilfe an. Zu den besonderen Herausforderungen zählen dabei die Multimorbidität und häufige funktionelle Einschränkungen. Das heisst, ältere Patienten leiden oftmals gleichzeitig an mehreren Krankheiten oder Beschwerden. Daher koordiniert ein Team aus Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen alle Leistungen, um dem Patienten wieder grösstmögliche Selbstständigkeit und Alltags­kompetenz zu ermöglichen. Für Diagnose, Behandlung und Nachbetreuung arbeiten bei uns Ärzteschaft, Pflege, Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Ernährungsberatung und Sozialdienst Hand in Hand.

 

Da Bettlägerigkeit und Inaktivität im Alter rasch zu Muskel- und Funktionsverlust führen, erhalten unsere Patienten bereits während der akutmedizinischen Behandlung unterstützende Massnahmen zur Rehabilitation. Hinzu kommen individuelle Anpassungen der Ernährung, die den Muskelaufbau unterstützen.

 

Neue medizinische Erkenntnisse, beispielsweise aus den Bereichen Mobilität, Kognition und Ernährung, integrieren wir kontinuierlich in unsere Behandlungsrichtlinien. Um eine sorgfältige Austrittsplanung organisieren zu können, legen wir grossen Wert auf den frühzeitigen Einbezug von Angehörigen der Patienten.

Alterspsychiatrie

Alterspsychiatrie FELIX PLATTER: somatisch-psychiatrische Doppelbetreuung

Im hohen Alter verändert sich die Leistung unseres Gehirns – wir werden langsamer. Dies ist normal und wird oft durch Erfahrung kompensiert. Liegen jedoch Störungen im Denken vor, die ein übliches Mass übersteigen und zudem noch den Alltag erschweren, sprechen wir von einer Demenz (oder neuerdings einer Majoren Neurokognitiven Störung). Die häufigste Ursache hierfür ist die Alzheimerkrankheit. Menschen mit einer Demenz oder einem akuten Verwirrungszustand – einem Delir – stellen für die Fachkräfte in der Pflege und Betreuung eine besondere Herausforderung dar.

 

In unserem stationären Bereich diagnostiziert ein breit aufgestelltes interprofessionelles Spezialistenteam – geleitet von unseren Fachärzten für Alterspsychiatrie – Demenz- und Delirerkrankungen und behandelt diese mit individuell abgestimmten innovativen Therapieansätzen. Dabei agieren wir im Schulterschluss mit unserer Akutgeriatrie, bieten also eine somatisch-psychiatrische Doppelbetreuung.

 

Das sorgfältige Kennenlernen der erkrankten Person ist dabei eine wichtige Voraus­setzung für eine fachlich und menschlich kompetente Pflege. Wir setzen uns mit der Lebensgeschichte eines jeden Patienten auseinander, mit seinen schönen und schwierigen Erinnerungen, seinen Erfolgen und Verletzungen, seinen Vorlieben und Abneigungen. Wir beobachten zudem die individuellen Verhaltensmuster. Das daraus gewonnene Wissen hilft, noch vorhandene Möglichkeiten und Kräfte des Patienten gezielt zu nutzen und zu fördern – eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung. So kann die therapeutische Beziehung bewusst gestaltet und alterspsychiatrische Therapieansätze können behutsam angewendet werden.

 

Neben viel Licht und Raum sowie den medizinisch-pflegerischen und therapeutischen Leistungen bieten wir spezielle Möglichkeiten zur Aktivierung an. Mit Musik, Bewegung, sozialem Austausch, Gerüchen, Aromen und kreativen Tätigkeiten wie Malen fördern wir gezielt vorhandene Ressourcen. Diese Massnahmen basieren auf wesentlichen Ergebnissen aus der altersmedizinischen Forschung und dienen dazu, von Demenz Betroffene erfolgreich auch nicht medikamentös zu behandeln wie auch zu fördern. So sind dabei selbst bei Menschen im schweren Demenzstadium positive Veränderungen ihres Gefühlszustands und ihres Verhaltens zu erkennen.

 

Rhythmik nach Jaques-Dalcroze

Die von Émile Jaques-Dalcroze zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Genf entwickelte Rhythmikform ist eine Musik- und Bewegungsintervention, die für die Vernetzung von Gehirn und Motorik im besonderen Masse wirksam ist. Es gibt eine spielerische Verbindung zwischen improvisierter Klaviermusik, Singen und stetig wechselnden motorischen Koordinationsaufgaben, die das motorische Gedächtnis und andere spezifische Hirnleistungen stärken. Dabei werden gezielt vermeintlich verlorene Erinnerungen und Fähigkeiten aktiviert. Zudem wird das Gemeinschaftsgefühl gepflegt und die Stimmung gesteigert. Wissenschaftliche Dalcroze-Studien zeigen, dass das Sturzrisiko älterer Menschen durch Förderung von Multitaskingfähigkeit und Konzentration um über 50 Prozent reduziert wird.

 

Die Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER bietet die Rhythmik nach Jaques-Dalcroze für stationäre Patienten an, die an Demenz erkrankt sind.

 

 

Maltherapie

Die Maltherapie ist eine Form der Kunsttherapie und wird sehr erfolgreich in klinischen, psychiatrischen, gerontologischen sowie pädagogischen Einrichtungen eingesetzt. Durch bestimmte Methoden kann das Gehirn durch gemalte Bilder so beeinflusst werden, dass es sich beruhigen und neues, konstruktives Verhalten aufbauen kann. Menschen mit Demenz kommen beim Malen zur Ruhe und Freude an Farbe sowie Erinnerungen werden geweckt. Sie erfahren, dass sie durchaus noch etwas erschaffen können – und wenn es nur das Hinterlassen von (Farb-)Spuren ist. Dies ermöglicht ihnen Lebensqualität. Die Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER setzt Maltherapie für stationäre Patienten mit Demenz ein.

 

 

DelirUnit

Interdisziplinäre und interprofessionelle Betreuung für Patientinnen und Patienten mit Delir

Am 1. Oktober 2020 haben wir die neue Abteilung zur ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Betreuung für Patientinnen und Patienten mit Delir eröffnet.

 

Dank neuesten Erkenntnissen aus der Forschung können wir Patientinnen und Patienten weitestgehend mit nichtmedikamentösen Therapien behandeln. Neben der ursächlichen Behandlung des Delirauslösers stehen dabei Aromatherapie, Musik und Bewegung, Ernährung, Beschäftigung, reorientierende Kommunikation und Biographiearbeit im Zentrum. Wir legen besonderen Wert auf eine ruhige und entspannende Atmosphäre, die äussere Stressfaktoren so weit wie möglich minimiert. Durch die moderne Ausstattung im Innen- und Aussenbereich verzichten wir auf eine Eins-zu-Eins-Betreuung, die Patientinnen und Patienten oft als bevormundend empfinden. Damit erreichen wir die Wiederherstellung bzw. die Aufrechterhaltung grösstmöglicher Selbstständigkeit sowie Mobilität und können die seelischen Leiden reduzieren. Auf unserer spezialisierten Delir-Abteilung werden Patientinnen und Patienten interprofessionell und interdisziplinär betreut: Die medizinische, therapeutische und pflegerische Betreuung erfolgt Hand in Hand. Auch die Behandlung somatischer wie psychischer Faktoren erfolgt jeweils in enger Abstimmung. In vielen Fällen erfolgt nach dem Abklingen des Delirs ein nahtloser Übergang auf unsere spezialisierte Demenz-Abteilung, was eine enge Anschlussbetreuung ermöglicht.

 

Angehörige oder Betreuungspersonen beziehen wir vom Eintritt bis zum Austritt eng mit ein. Unsere interne Sozialberatung sowie die Seelsorge stehen ihnen zur persönlichen Unterstützung und Beratung gerne zur Seite.

Tagesklinik

Zwischen stationärer und ambulanter Rehabilitation

Oft werden rehabilitative Massnahmen im stationären Umfeld begonnen und später ambulant in unserer Tagesklinik weitergeführt. So richten sich Leistungen der Tagesklinik FELIX PLATTER an Patienten mit reduzierten Fähigkeiten in Mobilität und Kognition, die tägliche intensive Rehabilitationsbehandlungen benötigen, die Nächte aber zu Hause verbringen können. Der stationäre Aufenthalt kann somit in aller Regel verkürzt und der Übergang in die Selbstständigkeit sanfter gestaltet werden.

 

Auch Patienten, die zu Hause leben, deren Alltagskompetenzen sich aber verschlechtert haben, steht unser Tagesklinikangebot offen. In diesem Fall beraten wir Betroffene und Zuweisende über die individuell beste Behandlung. Die Patienten können dadurch meist weiterhin in ihrem gewohnten Lebensumfeld bleiben. Ein weiterer bedeutsamer Aspekt der Tagesklinik ist die Begleitung von Patienten und Angehörigen in ihrer Krankheits- und Krisenbewältigung. Bei der Frage, wie sie mit ihren altersbedingten Beeinträchtigungen umgehen können, stehen wir Patienten und ihren Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite.

 

Die ambulante rehabilitative Weiterbetreuung kann auch in ärztlichen Spezialabklärungen bestehen oder in der Wundberatung erfolgen, wo Patienten mit schlecht heilenden Wunden von speziell geschultem Fachpersonal medizinisch weiterversorgt werden und wertvolle Informationen zum Thema erhalten. Ausserdem ist hier auch das Fachwissen vorhanden, um jüngere Patienten bei ihrer Rückkehr ins Berufsleben zu unterstützen.

 

Die Triage und die Beratungssprechstunde der Kaderärztin unserer Tagesklinik unterstützen Betroffene und Zuweisende in ihrer Suche nach dem optimalen Behandlungskonzept, das es den Patienten ermöglicht, zügig wieder in ihr gewohntes Lebensumfeld zurückzukehren.

 

Tagesklinik

Basel Mobility Center

Die Beweglichkeit im Fokus

Das Basel Mobility Center FELIX PLATTER verfügt über die Voraussetzungen, feinste Unregelmässigkeiten beim Gehen bereits frühzeitig zu identifizieren. So können Patienten behandelt werden – noch bevor Probleme auftreten. Denn mit zunehmendem Alter verändern sich unsere Bewegungsabläufe. Das Gehen wird schwieriger, die Sturzgefahr steigt. Das kann zu Verunsicherungen führen und Fragen zur Prävention oder zu allfällig notwendigen Massnahmen aufwerfen. Vor diesem Hintergrund kommen Patienten – häufig ambulant auf Zuweisung durch ihren Arzt – in das Basel Mobility Center FELIX PLATTER.

 

Hier erstellen unsere Spezialisten Mobilitätsprofile und diagnostizieren frühzeitig Ursachen für Mobilitäts­einschränkungen, Gang- oder Gleichgewichtsstörungen. So können wir das Sturzrisiko einschätzen, die Betroffenen wie auch ihre Haus- oder Fachärzte beraten und gemeinsam gezielte Massnahmen zur Prävention oder Behandlung treffen. In der Mobilitätsabklärung werden unter anderem Probleme beim Stehen und Gehen untersucht und detailliert abgeklärt. Eine spezialisierte, aber für den Patienten unkomplizierte Ganganalyse ermöglicht es, bereits unauffällige, mit blossem Auge nicht erkennbare Gangstörungen zu erfassen.

 

Wir befassen uns sowohl im klinischen Alltag als auch in der klinischen Forschung mit den Themen Mobilität, Gleichgewicht und Gang. Forschung und Klinik sind im Basel Mobility Center eng miteinander verflochten. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse kommen dabei unmittelbar den Patienten zugute.

 

Basel Mobility Center

+41 61 326 48 15

Rehabilitation

Autonomie erlangen und fördern

Im Alltag nach einem Hirnschlag wieder Fuss fassen, nach einer schweren Erkrankung oder einem Sturz die Leistungsfähigkeit wieder steigern – körperlich wie geistig –, das alles und mehr beschreibt die Ziele der Rehabilitation FELIX PLATTER. Wir unterstützen unsere Patienten darin, diese Ziele individuell festzulegen und in die Praxis umzusetzen. Mit modernster funktioneller Diagnostik und innovativen Therapieansätzen können wir die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit auch in besonders schwierigen Fällen wiederherstellen.

 

Unsere geriatrische Rehabilitation basiert auf einem interprofessionellen Prozess, der auch individuelle Ernährungspläne beinhaltet. Denn der Muskelabbau beschleunigt sich im Alter, vor allem wenn der Patient bettlägerig ist wie beispielsweise nach einer Operation.

 

So nutzen wir synergetisch die Kompetenzen aus unterschiedlichen Fachrichtungen und erfassen körperliche, psychische und soziale Aspekte des Patienten. Anschliessend erarbeiten wir mit ihm und seinem Umfeld ein individuelles Ziel, allerdings jederzeit in einer stimmigen Balance zwischen Ruhebedürfnis und den notwendigen rehabilitativen Anwendungen. Bleiben nach einer Erkrankung oder einem Unfall Defizite zurück, unterstützen unsere Pflegenden die Betroffenen im Umgang mit der Beeinträchtigung sowie im Bemühen, eine bestmögliche Rehabilitation zu erreichen. Wir arbeiten eng mit zuweisenden Ärzten und Spitälern zusammen sowie mit den spitalexternen Diensten nach dem Austritt des Patienten.

 

Im Hinblick auf eine individuelle Therapieempfehlung besprechen wir gemeinsam mit dem Patienten und gegebenenfalls den Angehörigen die Ziele der Rehabilitation. Verschiedene Fachärzte, die Pflegekräfte sowie Therapeuten aus der Rehabilitation arbeiten dabei zusammen, um die physischen, sensorischen, intellektuellen, psychologischen und sozialen Fähigkeiten unserer Patienten zu verbessern. Die Massnahmen beginnen möglichst frühzeitig bereits während des Spitalaufenthalts und können ambulant nach dem Austritt weitergeführt werden (Tagesklinik, ambulante Angebote). Die Angehörigen sind in jedem Stadium mit eingebunden.

 

Die stationäre Rehabilitation wird auf unterschiedlich spezialisierten Rehabilitationsabteilungen ange­boten, dies mit folgenden Schwerpunkten:

 

  • geriatrische Rehabilitation
  • neurologische Rehabilitation
  • muskuloskelettale Rehabilitation
  • Internistisch-onkologische Rehabilitation

 

Geriatrische Rehabilitation

Die geriatrische Rehabilitation stellt die besonderen Bedürfnisse älterer Menschen in den Mittelpunkt. Dazu gehören Multimorbidität, also das gleichzeitige Auftreten mehrerer Krankheiten bei einem Patienten, Vulnerabilität, das heisst Verwundbarkeit, sowie Gebrechlichkeit – auch Frailty genannt. Geriatrische Rehabilitation ist als interprofessioneller Prozess aufgebaut: Körperliche, psychische und soziale Aspekte werden ganzheitlich erfasst. Gemeinsam mit dem Patienten und seinem Umfeld erarbeitet FELIX PLATTER ein individuelles und seinen Möglichkeiten angepasstes Behandlungskonzept. Im Fokus stehen dabei die Aspekte Mobilität, Selbsthilfefähigkeit, Ernährung, Kognition, Stimmung, Kontinenz sowie die soziale Situation.

Sind Sie an weiteren Details interessiert, empfehlen wir Ihnen die Publikation «Besonderheiten moderner Rehabilitation beim be­tagten Menschen» (Autoren: Prof. Dr. med. S. T. Engelter und Prof. Dr. med. R. W. Kressig. Praxis 2018: 107 (4): 1–4).

 

Neurologische Rehabilitation

Mit der neurologischen Rehabilitation bietet FELIX PLATTER seinen Patienten ein umfassendes therapeutisches Angebot, das sich jeweils den individuellen Bedürfnissen anpasst. Zum Beispiel:

 

  • nach einem Schlaganfall, auch Hirnschlag genannt
  • bei der Parkinsonkrankheit
  • nach Hirnoperationen
  • nach epileptischen Anfällen
  • bei anderen neurologischen Erkrankungen mit Beeinträchtigung der Mobilität oder der Kognition

 

Unser Ziel besteht darin, die grösstmögliche Selbstständigkeit und Alltagskompetenz des Patienten zurück­zuerlangen. Die hoch spezialisierte neurologische Rehabilitation steht Patienten jeden Alters offen und unterstützt somit auch jüngere Patienten bei der Rückkehr in den Beruf.

 

Die neurologische Rehabilitation ist fester Bestandteil der Hirnschlag-Behandlungskette Basel. Personell wie organisatorisch-prozedural steht sie in enger Verbindung mit dem Stroke Center sowie der Neurologischen Universitäts­klinik des Universitätsspitals Basel. Unsere universitäre Ausrichtung bietet unseren Patienten die Möglichkeit, innovative Therapieangebote wahrzunehmen.

 

Durch seine Tagesklinik ermöglicht es FELIX PLATTER, die Rehabilitation teilstationär nahtlos weiterzu­führen, sobald kein stationärer Rehabilitationsbedarf mehr besteht. Wir bieten ambulante Programme in der Physio- und Ergotherapie, der Logopädie und der Neuropsychologie. Ebenso dazu gehören «Stroke und Kognition»-Untersuchungen sowie die neurovaskulär-neurologischen Untersuchungen durch neurologische Kaderärzte auf Chefarzt-, Leitender-Arzt- und Oberarztebene. Mit diesen Leistungen legt FELIX PLATTER den Schwerpunkt auf Nachsorge und Beratung und komplettiert das neurorehabilitative Leistungsspektrum.

 

Muskuloskelettale Rehabilitation

Nach Eingriffen an Hüfte, Knie, Schulter oder Rücken, sei es nach einer Operation oder einem Unfall, nach Stürzen ohne Frakturen oder bei rheumatologischen Leiden werden unsere Patienten ärztlich betreut und durch ein interprofessionelles Team intensiv rehabilitiert. Die Verbesserung der Mobilität und der Alltagskompetenz sowie eine optimale Schmerzbehandlung stehen im Zentrum der Therapie – dies mit dem Ziel, die grösstmögliche Selbstständigkeit im individuellen Alltag zurückzuerlangen und zu erhalten. Die Behandlung erfolgt in enger Abstimmung mit den zuweisenden Ärzten aus den Spitälern und Praxen der Region. Mit der Rheumatologie und der Orthopädie des Universitätsspitals Basel besteht eine personell wie organisatorisch sehr enge Zusammenarbeit. Die Möglichkeiten der modernen muskuloskelettalen Rehabilitation werden durch medizinische Trainingstherapie und ein medizinisches Bewegungsbad umfassend unterstützt. Die fachlich wie personell enge Vernetzung mit Zuweisenden und Nachbe­treuenden und die vielfältig nutzbare Expertise eines Spitals, das auf Mobilitäts- und Kognitionsein­schränkungen unterschiedlicher Ursachen spezialisiert ist, charakterisieren das Leistungsangebot.

 

Internistisch-onkologische Rehabilitation

Hier behandeln wir ältere Menschen nach chirurgischen Eingriffen infolge internistischer Erkrankungen oder nach Behandlungen von Krebserkrankungen. Wir unterstützen unsere Patienten darin, ihre Selbstständigkeit wiederzuerlangen, verbessern ihre Kraft, Ausdauer und den Ernährungszustand und stehen ihnen beim Umgang mit den erforderlichen Hilfsmitteln zur Seite.

Memory Clinic

Frühzeitige Diagnostik und Therapie von Hirnleistungsstörungen

An der Memory Clinic FELIX PLATTER beurteilen Neuropsychologen mit maximaler Sorgfalt, ob die Hirn­leistungen zugewiesener Patienten noch im Normalbereich sind. Ist dies nicht mehr der Fall, konzentriert sich das interdisziplinäre Team mit den Fachrichtungen Geriatrie, Neurologie, Neuropsychologie, Neuroradiologie, Psychiatrie und Experten des Basel Mobility Center FELIX PLATTER auf die Suche nach der wahrscheinlichsten Ursache. Diese spezialisierte Frühdiagnostik erlaubt es, dem zuweisenden Hausarzt anschliessend einen detaillierten Bericht inklusive Behandlungsvorschlägen zukommen zu lassen. Einen weiteren Schwer­punkt der Memory Clinic bilden die hoch spezialisierten Kenntnisse seltener Ursachen von Demenzerkrankungen.

 

Die ambulanten Untersuchungen an der Memory Clinic finden an vier Terminen statt:

 

1. Termin (2–3 Stunden)

  • Anamnese (Gespräch mit Patient und Angehörigen) und umfassende neuropsychologische Unter­suchung

 

2. Termin (ca. 2 Stunden)

  • Ganganalyse im Basel Mobility Center
  • medizinische Untersuchung
  • laboranalytische Untersuchungen (Blut, eventuell Liquor)

 

3. Termin (in der Regel am Universitätsspital Basel)

  • Bildgebung vom Gehirn

 

Die Befunde werden in der interdisziplinären Diagnosekonferenz (ohne Anwesenheit der Patienten) besprochen und bei Bedarf weitere Abklärungen empfohlen und eingeleitet.

 

4. Termin

  • Diagnosegespräch mit dem Patienten und den Angehörigen

 

Die medikamentöse Behandlung erfolgt dann in der Regel über den Hausarzt. Das psychosoziale Unter­stützungsangebot der Memory Clinic umfasst die Beratung und Begleitung von Angehörigen. In enger Zusammenarbeit mit Alzheimer Schweiz, Sektion beider Basel, werden Beratungen und spezifische Gedächtnistrainingsgruppen und Gruppen für Angehörige angeboten.

 

Memory Clinic